Habsburg

Das Schlossdorf Habsburg macht Werbung in eigener Sache

Die Schule Habsburg (hinten) wird bereichert durch den neuen Spiel- und Begegnungsplatz. EF.

Die Schule Habsburg (hinten) wird bereichert durch den neuen Spiel- und Begegnungsplatz. EF.

Die kleine Gemeinde Habsburg will verstärkt auf sich aufmerksam machen. Das Schlossdorf soll attraktiver werden – etwa mit dem neuen Spiel- und Begegnungsplatz, der am 22. Juni – am Tag des Brötliexamens – eingeweiht wird.

«Ein solches Fest hatten wir noch nie»: Darin sind sich Gemeinderätin Renate Trösch und Schulpflegepräsidentin Sabine Ulmer einig. Die Frauen lächeln, blicken zum Postkartenhimmel hoch: «Am 22. Juni bräuchten wir ein solches Prachtswetter.»

An diesem Tag schlägt Habsburg zwei Fliegen mit einer Klappe: das traditionelle Brötliexamen und die Einweihung des unmittelbar bei der Schule liegenden Spiel- und Begegnungsplatzes.

Das Schlossdorf Habsburg macht Werbung in eigener Sache

Das Schlossdorf Habsburg macht Werbung in eigener Sache

Für das Schlossdorf und seine – mit zehn Schülerinnen und Schülern – kleine Gesamtschule (1. bis 5. Primarklasse) erfüllt sich ein lang gehegter Traum.

«Der Platz verdankt sich einer Umfrage bei der Bevölkerung», erklärt Renate Trösch und Sabine Ulmer ergänzt: «Wir haben auch Schüler gebeten, uns mitzuteilen, was sie sich für einen Platz wünschen, der ebenso für die ganz Kleinen, die Primarschüler wie Menschen jeden Alters da sein soll.»

Etwa Geräte, die – da aus dickem Holz – stämmig und so richtig urwüchsig wirken.

Sabine Ulmer ist stolz auf einige, kreisförmig gruppierte Holzbänke: «Das ist unser Aussenklassenzimmer.» Und noch ein Hinweis: Am Platzende ist ein grösseres Viereck ausgespart –hier sollen die Kinder dereinst Gemüse anpflanzen können.

Gemeinde will attraktiver werden

Der von einem Thurgauer Gestalter erbaute Platz ist für Habsburg mit einem Kredit von 70 000 Franken keine Kleinigkeit. Doch die Gemeinde will damit ihre Attraktivität steigern, um neue Einwohner mit Kindern zu gewinnen, damit die gefährdete Gesamtschule weiterleben kann (die az berichtete). Ab 2015 muss diese zwingend 12 Schüler aufweisen.

Dass der Spiel- und Begegnungsplatz mit einer Feier eingeweiht wird, ist nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist jedoch, dass die Feier am Brötliexamen stattfindet.

Die Gruppe HTS («Habsburg trifft sich»), der Haki Treff («Habsburger Kinder treffen sich»), junge Erwachsene, Mitglieder des Gemeinderates und der Schulpflege tragen diesem Umstand Rechnung mit einem besonderen Fest (siehe Box).

«Wir wollen auch Menschen umliegender Gemeinden ansprechen», betonen Renate Trösch und Sabine Ulmer.

Beide lächeln und deuten auf den Schulhausplatz.

Hier wird am Samstag, 22. Juni ein 21 auf 12 Meter grosses Zelt stehen, das rund 200 Gäste aufnehmen kann. Sie, aber auch die Schüler. Diese spielen ihr Stück nämlich nicht wie gewohnt im Dachgeschoss der Schule, sondern hier – vor einer ganz anderen Zuschauerkulisse.

Meistgesehen

Artboard 1