Brugg
Das Rundhaus erwacht wieder zum Leben – mit einem Technopark

Der Rundbau beim Bahnhof und in Campus-Nähe wird nach seiner Modernisierung am 26. September eröffnet. Im neuen Technopark sollen in Zusammenarbeit mit der FHNW junge Firmengründer ihre Projekte vorantreiben können.

Elisabeth Feller
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Im Atrium des Rundbaus wird noch fieberhaft gearbeitet. Auf die Eröffnung freuen sich (von l.) Hans-Peter Jacobi (H&B Real Estate), Natali Müller und Anton Lauber (beide Technopark Aargau). Fotos: Elisabeth Fellershdgsd g sfdgfsgd

Im Atrium des Rundbaus wird noch fieberhaft gearbeitet. Auf die Eröffnung freuen sich (von l.) Hans-Peter Jacobi (H&B Real Estate), Natali Müller und Anton Lauber (beide Technopark Aargau). Fotos: Elisabeth Fellershdgsd g sfdgfsgd

Seit Herbst 2011 hatte eine riesige schwarze Blache mit dem Wort «Wow» die Pendler in Atem gehalten. Fuhren sie in den Bahnhof Brugg ein, erblickten sie einen verhüllten Rundbau. Nun sind Blache und «Wow» verschwunden, doch das Wort hallt nach, wenn man den komplett modernisierten Bau betritt.

Da wird klar, weshalb die Eigentümerin – die Pensionskasse der UBS – «Wow» zum Programm erhoben hat. «Wow» entschlüpft einem, wenn man das lichtdurchflutete Atrium auf sich wirken lässt; «Wow» ist angebracht für den gesamten, fünfgeschossigen Bau mit knapp 5000 Quadratmetern Büro- und Gewerbeflächen, die seit kurzem von Mietern in Besitz genommen werden (siehe untenstehenden Text).

Zusammenarbeit mit Campus

Nicht von x-beliebigen, sondern von solchen, die zu Brugg und Windisch und damit zum Campus passen. Einer freut sich darüber ganz besonders: Anton Lauber. Er ist sowohl Verwaltungsratspräsident des Hightech Zentrums Aargau wie Geschäftsführer des Technoparks Aargau – und dieser ist Hauptmieter im noch nicht voll belegten Rundbau.

Für Lauber könnte die Lage nicht perfekter sein. «Der Stiftungsrat des Technoparks wollte in unmittelbarer Nähe zum Campus ein zweites Standbein neben dem Kunzareal in Windisch aufbauen – und jetzt sind wir tatsächlich hier.» Anton Lauber betont, dass zwar beide Standorte gleich wichtig seien, doch in Brugg sei man eben noch näher am Geschehen oder wie es Natali Müller (Vermietungsmanagement) auf den Punkt bringt: «Am Puls der Zeit.»

Die Kontakte zur Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) seien unverzichtbar, sagt Lauber und unterstreicht, dass diese «noch intensiviert» würden. Beispielhaft dafür steht SWISSupSTART, eine Leistungsvereinbarung, mit der eine strategische Partnerschaft aufgebaut wird.

Dieses geschwungene grosse Gebäude beim Bahnhof ist in Brugg allseits bekannt.

Dieses geschwungene grosse Gebäude beim Bahnhof ist in Brugg allseits bekannt.

AZ

Diese neue Plattform entstand aus einem Projekt an der Fachhochschule und soll ein wichtiger Zubringer von Jungunternehmen zum Technopark Aargau werden. «Mit diesem Aus- und Weiterbildungszentrum für künftige Jungunternehmer erwarten wir mehr als fünf zusätzliche Firmengründungen pro Jahr», sagt Lauber und verweist auf das «hohe Synergiepotenzial zwischen Technopark und SWISSupSTART».

Damit könne die Gründungsquote von Start-ups kräftig gesteigert werden. Der Einzug in den Rundbau, der überdies eine 50 bis 70 Personen fassende Aula aufweist, gibt der Vorwärtsstrategie des Technoparks zusätzlichen Auftrieb. Im Haus an der Badenerstrasse 13 in Brugg werden 25 bis 30 Jungfirmen situiert sein, «bis 2015/16», so Lauber, «wollen wir jedoch an beiden Standorten 50 bis 70 Firmen haben.»

Landammann Hürzeler bei Eröffnung dabei

Das ist ein ambitiöses Ziel, für das die Förderstiftung Technopark im Hinblick auf die Millionen-Investition «auch ein gewisses Risiko» eingegangen ist». Noch wird fieberhaft gearbeitet, denn die Eröffnung steht bald an. Dazu werden am 26. September Landammann Alex Hürzeler und Regierungsrat Urs Hofmann anreisen – und in Augenschein nehmen, was Hans-Peter Jacobi von der H&B Real Estate, die für die Vermarktung des Baus zuständig ist, als Glücksfall empfindet: Dank der Situierung von Technopark Aargau und Hightech Zentrum Aargau erfährt die Immobilie eine kräftige Aufwertung.

Rundbau: Eine wechselvolle Geschichte

Das markante Rundhaus an der Badenerstrasse 13 in Brugg ist im Besitz der UBS-Pensionskasse. Der 1992 erstellte Bau wurde lange von zwei Mietern bestimmt – der Bank Aufina und dem Sportgeschäft XX der Migros, die mit dem Haus durch eine Passerelle verbunden war. Die Zeit ging weder an Gebäude noch an Mietern spurlos vorüber. Aus der Aufina wurde die GE Capital Bank, die nach Zürich umzog; 2011 lief schliesslich der Mietvertrag mit der Migros ab. Die UBS-Pensionskasse beschloss, den Bau so zu modernisieren, dass heute knapp 5000 Quadratmeter Büro- und Gewerbeflächen verfügbar sind. 10 Millionen Franken liess sich die Eigentümerin die Modernisierung der in Brugg bestens bekannten Immobilie kosten. Darin nicht enthalten sind die Ausbauten der Mietflächen. Der heutige Haupt- oder so genannte Ankermieter ist der Technopark Aargau, der für den Innenausbau rund 3 Millionen Franken aufwendete. Eben erst ist auch das Hightech Zentrum Aargau eingezogen. Dieses wurde Ende 2012 gegründet: Es ist die zentrale Anlaufstelle für Aargauer KMU, die ein Innovationsprojekt starten möchten. Die offizielle Eröffnung des Rundbaus mit einer Skulptur von Bernhard Luginbühl vor der Haustüre findet am 26. September im Beisein von Landammann Alex Hürzeler und Regierungsrat Urs Hofmann statt. (AZ)

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