Seit Herbst 2011 hatte eine riesige schwarze Blache mit dem Wort «Wow» die Pendler in Atem gehalten. Fuhren sie in den Bahnhof Brugg ein, erblickten sie einen verhüllten Rundbau. Nun sind Blache und «Wow» verschwunden, doch das Wort hallt nach, wenn man den komplett modernisierten Bau betritt.

Da wird klar, weshalb die Eigentümerin – die Pensionskasse der UBS – «Wow» zum Programm erhoben hat. «Wow» entschlüpft einem, wenn man das lichtdurchflutete Atrium auf sich wirken lässt; «Wow» ist angebracht für den gesamten, fünfgeschossigen Bau mit knapp 5000 Quadratmetern Büro- und Gewerbeflächen, die seit kurzem von Mietern in Besitz genommen werden (siehe untenstehenden Text).

Zusammenarbeit mit Campus

Nicht von x-beliebigen, sondern von solchen, die zu Brugg und Windisch und damit zum Campus passen. Einer freut sich darüber ganz besonders: Anton Lauber. Er ist sowohl Verwaltungsratspräsident des Hightech Zentrums Aargau wie Geschäftsführer des Technoparks Aargau – und dieser ist Hauptmieter im noch nicht voll belegten Rundbau.

Für Lauber könnte die Lage nicht perfekter sein. «Der Stiftungsrat des Technoparks wollte in unmittelbarer Nähe zum Campus ein zweites Standbein neben dem Kunzareal in Windisch aufbauen – und jetzt sind wir tatsächlich hier.» Anton Lauber betont, dass zwar beide Standorte gleich wichtig seien, doch in Brugg sei man eben noch näher am Geschehen oder wie es Natali Müller (Vermietungsmanagement) auf den Punkt bringt: «Am Puls der Zeit.»

Die Kontakte zur Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) seien unverzichtbar, sagt Lauber und unterstreicht, dass diese «noch intensiviert» würden. Beispielhaft dafür steht SWISSupSTART, eine Leistungsvereinbarung, mit der eine strategische Partnerschaft aufgebaut wird.

Dieses geschwungene grosse Gebäude beim Bahnhof ist in Brugg allseits bekannt.

Dieses geschwungene grosse Gebäude beim Bahnhof ist in Brugg allseits bekannt.

Diese neue Plattform entstand aus einem Projekt an der Fachhochschule und soll ein wichtiger Zubringer von Jungunternehmen zum Technopark Aargau werden. «Mit diesem Aus- und Weiterbildungszentrum für künftige Jungunternehmer erwarten wir mehr als fünf zusätzliche Firmengründungen pro Jahr», sagt Lauber und verweist auf das «hohe Synergiepotenzial zwischen Technopark und SWISSupSTART».

Damit könne die Gründungsquote von Start-ups kräftig gesteigert werden. Der Einzug in den Rundbau, der überdies eine 50 bis 70 Personen fassende Aula aufweist, gibt der Vorwärtsstrategie des Technoparks zusätzlichen Auftrieb. Im Haus an der Badenerstrasse 13 in Brugg werden 25 bis 30 Jungfirmen situiert sein, «bis 2015/16», so Lauber, «wollen wir jedoch an beiden Standorten 50 bis 70 Firmen haben.»

Landammann Hürzeler bei Eröffnung dabei

Das ist ein ambitiöses Ziel, für das die Förderstiftung Technopark im Hinblick auf die Millionen-Investition «auch ein gewisses Risiko» eingegangen ist». Noch wird fieberhaft gearbeitet, denn die Eröffnung steht bald an. Dazu werden am 26. September Landammann Alex Hürzeler und Regierungsrat Urs Hofmann anreisen – und in Augenschein nehmen, was Hans-Peter Jacobi von der H&B Real Estate, die für die Vermarktung des Baus zuständig ist, als Glücksfall empfindet: Dank der Situierung von Technopark Aargau und Hightech Zentrum Aargau erfährt die Immobilie eine kräftige Aufwertung.