Wer der Einladung des Rettungskorps Brugg Mitte Januar zum Ripplifrass ins Salzhaus folgt, weiss, dass ihm ein langer Abend bevorsteht. Etwas war dieses Jahr jedoch anders. Schon beim Apéro wurde klar, welche Feuerwehr-Angehörigen den Marschbefehl aufmerksam gelesen hatten. Sie erschienen wie verlangt im hellblauen Hemd. Die anderen trugen wie gewohnt das weisse Hemd. Und somit war auch schon das erste Gesprächsthema gegeben.

Das Rettungskorps Brugg verfolgt als Verein seit seiner Gründung 1863 den Zweck, die Kameradschaft unter den aktiven und ehemaligen Feuerwehrleuten zu pflegen. Nach dem kulinarischen Auftakt mit Gerstensuppe servierte der Volleyballclub Windisch in gewohnter Routine das Traditionsmenü Rippli mit Kraut und Kartoffeln. Wer damit noch nicht genug hatte, bekam beim zweiten Durchgang Würstchen. Doch Korpschef Serge Läderach hielt bei der Begrüssung fest, dass es diesmal noch Dessert gebe. Die Zivilschutzorganisation Brugg Region offerierte feine Cremeschnitten. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Jugendmusik Brugg unter der Leitung von Martin Locher.

Gemeindefusion beschäftigt

An der folgenden Generalversammlung, der 154. Rechnungsablage, waren 119 Anwesende stimmberechtigt. Korpschef Läderach sagte: «Vor 140 Jahren im Jahre 1877 wurde im Rettungskorps der Beschluss gefasst, am Jugendfest die Kränze aufzumachen, um damit der Stadt bedeutende Kosten zu sparen.» An diesem Auftrag der Stadt habe sich bis heute nichts geändert. Mit der neuen Umzugsroute und der Verlegung der Morgenfeier ins Simmengut war die Feuerwehr Brugg allerdings gefordert und erhielt auch Unterstützung von der Feuerwehr Villnachern. Insgesamt leisteten sie rund ums Jugendfest 99 Schichten und rund 275 Arbeitsstunden.

Feuerwehrkommandant Florian Isenring blickte auf ein eher ruhiges 2017 zurück. Die Zahl der Einsätze sank im Vergleich zum Vorjahr auf 67. Noch immer ein grosses Thema sei die Feuerwehr beim Fusionsprojekt Brugg–Schinznach-Bad. «Die Vorbereitungen für eine allfällige Gemeindefusion laufen auf Hochtouren, sodass wir zeitgerecht reagieren können», sagte Isenring weiter.

Quästor Adrian Wegmüller präsentierte nach 28 Jahren zum letzten Mal die Jahresrechnung. Das Vermögen stieg um 1400 Franken und beträgt 92 023 Franken. Als neuer Kassier wurde Markus Obrist gewählt. Neben Neuaufnahmen, Beförderungen und Entlassungen wurde der ehemalige Stadtammann Daniel Moser als Ressortvorsteher in einem Spezialfahrzeug verabschiedet. Nachfolgerin Barbara Horlacher war ebenfalls anwesend und dankte den Feuerwehrleuten für ihre Arbeit.