Windisch
«Das Reisezentrum ist für uns und für Windisch eine Visitenkarte»

Mit ihrem Neubau eröffnet die Knecht-Gruppe Mitte November das grösste Projekt, das sie je realisiert hat. Thomas Knecht, VR-Präsident der Knecht Holding AG hält fest: «Es gibt in der Schweiz nichts Vergleichbares».

Elisabeth Feller
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Das neue Reisezentrum in Windisch hat eine Holzfassade.EF.

Das neue Reisezentrum in Windisch hat eine Holzfassade.EF.

Noch ist der grosse, überwiegend von Holz dominierte Bau von einem Gerüst ummantelt; noch gehören Baumaschinen zum Alltag. Das wird bald ändern. Am 16. November erlebt das neue Reisezentrum Knecht in Windisch seine Feuertaufe – und das mit dem zweiten Aargauer Reisetag.

In Windisch will der führende Schweizer Anbieter von Busreisen und der viertgrösste Schweizer Reiseveranstalter an den Erfolg des ersten Reisetages anknüpfen, der 2011 im Trafo Baden über die Bühne ging. Die vollständige Inbetriebnahme des neuen Reisezentrums erfolgt dann im Januar 2014.

Knecht-Reisen

Die Knecht-Gruppe umfasst ein grosses Dienstleistungsangebot:
• Eurobus (Busreisen, Gruppenreisen, öffentlicher Verkehr)
• Knecht-Reisen (führender Fernreisespezialist)
• Welti-Furrer (Privat- und Geschäftsumzüge)
• Knecht (Nutzfahrzeugzentrum)

Die Knecht-Gruppe in Zahlen:
Umsatz: grösser als 300 Millionen Franken
Vollzeitstellen: Mehr als 850

Meilensteine:
• 1909: Gründung als Pferdefuhrhalterei
• 1919: Anschaffung des ersten Lastwagens
• 1924: Anschaffung des 1. Autocars
• 1962: Eröffnung des 1. Knecht-Reisebüros in Brugg
• 1992: Übernahme der Eurobus-Gruppe
• 1993: Übernahme der Welti-Furrer-Firmen
• 1996: Gründung der Knecht Reisen AG
• 1998: Gründung der Knecht Holding AG in Windisch
• 2000: Übernahme von Rottal Auto AG, Baumeler AG und RHZ Reisen AG
• 2006: Übernahme von Latino Travel und Car Rouge
• 2007: Übernahme von KIRA Reisen AG
• 2009: Übernahme von Royal Reisen AG
• 2013: Neubau des Reisezentrums Windisch. (az)

«Ein grosser Schritt»

Thomas Knecht, VR-Präsident der Knecht Holding AG, freut sich über das happigste Projekt, das die Knecht-Gruppe je realisiert hat: «Das ist für uns ein grosser Schritt» (siehe Box). Weshalb wagte sich das Unternehmen daran? «Wir wollten für unsere beiden grossen Reiseunternehmen Eurobus und Knecht Reisen ein gemeinsames Zentrum des Reisens schaffen», erklärt Knecht und ergänzt: Ein solches erlaube Synergien und sei kundenfreundlich.

Das neue Gebäude ist vom bestehenden Eurobushaus lediglich einige Schritte entfernt; für Autofahrer wie Benutzer des öffentlichen Verkehrs ist es überaus zentral gelegen – mit raschen Verbindungen über den Autobahnzubringer in die Region oder nach Zürich, Basel, Bern und Luzern.

Der Bau ist sowohl Heimbasis für die Eurobus-Gruppe, wovon der Grossteil des Teams bereits heute in Windisch tätig ist, als auch für den Fernreise Spezialisten Knecht Reisen. Dieser wird mit über 60 Mitarbeitenden von insgesamt 200 in den Neubau ziehen. «Damit», so Thomas Knecht, «wird der Hauptsitz aller 12 Reisemarken nach Windisch verlegt.»

Kunden sind anspruchsvoller

Nicht verwunderlich spricht der VR-Präsident von einem «Kompetenz-Reisezentrum». Braucht es eine solch geballte Know-how-Ladung an einem Ort? Knecht nickt. «Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Kunden sind heute deutlich anspruchsvoller als noch vor rund zehn Jahren. Die Erwartungen sind sehr individuell; die Kundinnen und Kunden wollen ihre eigenen Erlebnisse bei den Reisen berücksichtigt haben.»

Beratungen sind laut Knecht aufwendiger geworden, aber: «Die Kundschaft schätzt es, wenn sie spürt, dass sie auf Mitarbeiter trifft, die über die Reisedestinationen umfänglich Bescheid wissen.»

Was bietet das Reisezentrum? Eine Infrastruktur mit Parkplätzen, Kiss-and-Ride-Zonen, Restaurant/Cafeteria, Verpflegungsmöglichkeiten sowie grosszügige Einsteige- und Wartegelegenheiten, die vor Wind und Wetter geschützt sind. Weiter finden sich Vortragsaulen sowie das Eurobus-Reisebüro.

«Wir lassen nicht nur Einsteigen, wir vermitteln mit dem Einstieg bereits Reisestimmung», bringt VR-Präsident Thomas Knecht das Konzept auf den Punkt.

Nichts Vergleichbares

Den Neubau werden Kunden indessen nicht bloss aufsuchen, um sich beraten zu lassen, sondern auch, um sich bei thematischen Reiseabenden, dem Australia Day oder der jährlichen Reisegala kundig zu machen. Wird mit dem Reisezentrum ein weiteres Wachstum angestrebt? Falls ja, wie lässt sich dieses beziffern?

Thomas Knecht wägt sorgfältig ab: «Knecht Reisen und die angeschlossenen Firmen sowie Eurobus verzeichnen rund 200 000 Kundinnen und Kunden pro Jahr. Primäres Ziel für uns ist dies: Den Kunden unvergessliche Reisen zu vermitteln. Gelingt uns das sehr gut, dann werden wir auch wachsen.»

Welchen Stellenwert misst Thomas Knecht dem Neubau im Hinblick auf die Standortgemeinde zu? «Windisch bekommt ein Reisezentrum, das eine Ausstrahlung weit über die nahe Umgebung haben wird. Es gibt in der Schweiz nichts Vergleichbares», sagt der VR-Präsident und doppelt stolz nach: «Das neue Haus ist sowohl für die Knecht-Gruppe wie für Windisch eine Visitenkarte.»

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