Brugg-Windisch

Das Referendum verteuert auch den Campussaal

Der Campussaal wird das Herzstück des Campus und ein wichtiges Verbindungselement. visualisierung.

Der neue Campus

Der Campussaal wird das Herzstück des Campus und ein wichtiges Verbindungselement. visualisierung.

Der Förderverein Campussaal liess sich aus erster Hand über den Stand des Saales ins Bild setzen. «Der Saal ist ein wichtiges Element des Campus», betont Jürg Christener.

«Er bildet den Kern des Campus und die Verbindung zwischen Innen und Aussen, zwischen Kultur und Bildung und zwischen Hochschule und Bevölkerung.» Jürg Christener, Direktor der Hochschule Technik der FHNW Brugg-Windisch, spricht im Flex-Gebäude vor dem Förderverein Campussaal.

Wenige Meter vor dem Gebäude stehen die Ständer mit den Plakaten des Komitees «Ja zum Kauf des Campus», das gegen das Referendum gegen den Beschluss des Grossen Rates antritt. Im Gegensatz zum Campus respektive zum Neubau ist der Campussaal sozusagen gekauft. Vor zwei Jahren hatten die Stimmberechtigten von Brugg mit 2021 gegen 1034 Stimmen ihren Segen zu einem Kredit von 7 Millionen Franken für den Erwerb des Saales gegeben. Der Kaufvertrag soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Die Saal-AGs sind sehr aktiv

Auch wenn der Bau der neuen FH- Markthalle - der Hülle für den Saal - referendumsbedingt auf sich warten lässt, ist in Sachen Campussaal nicht nichts gegangen.

Sowohl die Campussaal Immobilien AG, die als Käuferin des Saales auftritt - Hauptaktionärin ist die Stadt Brugg - als auch die Campussaal Betriebs AG, die für den Betrieb verantwortlich zeichnen und das unternehmerische Risiko tragen wird, sind sehr aktiv. «Wir haben Zusatzinvestitionen für eine hydraulische Bühne, einen Lift in den Saal und einen weiteren Raum beschlossen», erklärt Martin Wehrli, der Präsident des Verwaltungsrates der Campussaal Immobilien AG.

250000 Franken Verteuerung

«Es ist sehr bedauerlich, dass in diesem Jahr nicht mit dem Bau begonnen werden kann», betont Martin Wehrli. «Durch die Teuerung und die Erhöhung der Mehrwertsteuer entstehen zusätzliche Kosten. Die Verzögerung durch das Referendum kostet allein für den Saal rund 250000 Franken zusätzlich.»

Hanspeter Scheiwiler, Präsident des Verwaltungsrates der Campussaal Betriebs AG, sagt: «Wir haben uns Gedanken über das Gastrokonzept gemacht und Betreibermodelle geprüft. Wir wollen einen attraktiven Saal - im Bewusstsein, dass nicht alles möglich ist.»
Und Kurt Zumsteg (Campussaal Betriebs AG) betont: «Ziel ist es, dass der Saal zur Adresse wird, von der man spricht. Betreiber muss jemand mit Verkaufspower sein. Mit dem Betreiber löst sich auch die Frage, was im Saal laufen wird.»

Der Campus als Ganzes habe eine Funktionalität, die über die Summe der einzelnen Elemente hinausreiche, gibt Jürg Christener zu bedenken. «Man muss sich daher bewusst sein, dass sich kein Element herauslösen lässt. Daher muss sichergestellt werden, dass der Campus zustande kommt - und zwar als Ganzes.»

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