Brugg
Das «Odeon» verschenkt seine Kinostühle

Im Kulturhaus werden die Sitzgelegenheiten bereits wieder ersetzt, weil sie nicht den Anforderungen entsprachen.

Michael Hunziker
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Claudia Meier

Das «Odeon» in Brugg erhält neue Sitzgelegenheiten – und verschenkt die alten Kinostühle. Am Wochenende können sie abmontiert und mitgenommen werden.

Alt ist die Bestuhlung allerdings nicht wirklich. Erst im Herbst des letzten Jahres wurde sie ersetzt. Im Vorfeld war es zu Verzögerungen gekommen, das Kulturhaus musste sogar auf ein Provisorium zurückgreifen. Die gelieferten Sitzgelegenheiten, stellte sich schliesslich heraus, entsprachen nicht den Erwartungen. Sie waren unter anderem breiter als vorgesehen.

Sie sind durchaus bequem

Aus diesem Grund werden sie bereits wieder ausgewechselt. Ein grosser Teil, sagt «Odeon»-Betriebsleiter Stephan Filati, sei in einem neuwertigen Zustand. Bei der Qualität und beim Erscheinungsbild könnten aber Unterschiede auftreten. Geeignet seien die durchaus bequemen Sitzgelegenheiten für Personen, die etwas Spezielles suchen, vielleicht ein Heim-Kino oder einen Hobbyraum einrichten wollen.

Zur Verfügung stehen insgesamt 175 Sessel. Der Betriebsleiter freut sich über das rege Interesse. «Die ersten fünf Reihen sind bereits vergeben», stellt er fest. Sie werden am Samstag abgeholt. «Gut die Hälfte ist noch zu haben.» Abmontiert werden können die Stühle diesen Sonntag nach der Vorstellung ab 17 Uhr.

Ende einer leidigen Geschichte

Um die Aktion zu koordinieren, werden die Interessenten gebeten, sich mit ihren Kontaktangaben per E-Mail auf cinema@odeon-brugg.ch zu melden und mitzuteilen, wann sie eintreffen und wie viele Stühle sie mitnehmen möchten. Reservationen sind nicht möglich. «De Schneller isch de Gschwinder», sagt Filati. Mitzubringen sei lediglich ein 13er-Schlüssel, damit die Stühle selbst abmontiert werden können, sowie das passende Transportmittel.

Nächste Woche dann werden im Kulturhaus Odeon die definitiven neuen Stühle eingebaut. Betriebsleiter Filati freut sich, dass eine lange und leidige Geschichte, die obendrein viel Nerven kostete, endlich einen glücklichen Abschluss findet.