Mülligen
Das neue Mülliger Schulhaus ist mehr als bloss eine Immobilie

Mitte Oktober haben die Mülliger Kinder vom neuen Schulhaus Besitz ergriffen – am Samstag ist es eingeweiht worden. An diesem Anlass schien auf dem Pausenplatz beinahe die ganze Dorfbevölkerung anwesend zu sein.

Louis Probst
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Mülligen Schulhaus
17 Bilder
Wunderbar die Kinderbar
Tanzvorführung der Viertklässler
Neues Schulhaus Mülligen 1
Neues Schulhaus Mülligen 2
Malen im Kunstatelier
Klassenzimmer wird bewundert
Hier gehts um die Wurst
Hereinspaziert ins neue Schulhaus
Gemeindeammann Patrick Bo bei seiner Ansprache
Gemeindeamamnn Patrick Bo wendet sich ans Volk
Der SchuMü-Chor
Der Schoggischlüssel der Schulpflege
Faszinierendes Smartboard
Bald steigen bunte Ballons
das neue Schulhaus stösst auf Interesse
Das ist doch Fotoausstellung

Mülligen Schulhaus

Louis Probst

«Das da, mit dem komischen Stein, das verhebt», meint der ältere Herr im Publikum zu seinen Begleiterinnen. «Das da» ist das neue Mülliger Schulhaus. Und der «komische Stein», das ist das graubraune Klinkerstein-Sichtmauerwerk des Gebäudes, das eine Verbindung zwischen dem alten Schulhaus und der Mehrzweckhalle schafft und gleichzeitig den Abschluss des Pausenplatzes bildet.

Auf diesem Pausenplatz scheint sich am Samstagnachmittag beinahe die ganze Dorfbevölkerung zur Schulhauseinweihung einzufinden. Vor dem neuen Schulhaus hat der SchuMü-Chor, der Chor der Schule Mülligen, Aufstellung genommen und stellt in seinem munteren Begrüssungslied fest: «Mer sind e Schuel, wo eifach zwäg isch, und wo zäme ufem Wäg isch.»

Bestens gerüstet

«Schulbauten prägen eine Gemeinde – und deren Finanzen», stellt Gemeindeammann Patrick Bo in seiner Ansprache fest und zeigt die Entwicklung der Mülliger Schulbauten auf. «Schulbauten», gibt er zu bedenken, «sind nachhaltige Bauten. Und mit dem neuen Schulhaus ist Mülligen für die nächsten Bildungsaufgaben bestens gerüstet. Wir dürfen stolz auf dieses Bauwerk sein, das in Rekordzeit realisiert werden konnte.»

Tatsächlich ist die Planung für das neue Schulhaus 2013 aufgenommen worden. Mit der Zustimmung zu einem Kredit von 4,6 Millionen Franken für das neue Schulhaus, die Verlegung des Kinderspielplatzes und die Sanierung der Heizung der Schulanlagen hat am 30. August 2013 eine ausserordentliche Gemeindeversammlung grünes Licht für die Realisierung gegeben. Und der Baubeginn liegt erst knapp ein Jahr zurück.

Gute Räume können beflügeln

«Dieses Haus soll ein attraktiver Lernort für viele Generationen sein», wünscht Christian Aeberli, Leiter der Abteilung Volksschule im Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons. «Es sind in erster Linie die Kinder und die Lehrerschaft, die eine Schule ausmachen. Und die Volksschule ist der einzige Ort, wo Kinder unabhängig von ihrem sozialen und religiösen Hintergrund zusammen sind und damit das Fundament für ein friedliches Zusammenleben gelegt wird.» Schulraum sei wichtig, weil er zum Lernerfolg beitrage, betont Christian Aeberli und weist auf die Bedeutung guter Bedingungen auch für die Lehrpersonen hin: «Gute Räume können zu einem noch besseren Unterricht beflügeln.»

Üblicherweise heisse es, dass ein Gebäude nach langer Planungs- und Bauzeit eingeweiht werden könne – hier gelte das nicht, stellt Architekt Christian Bühlmann (Zürich) fest, der zusammen mit Franco Pajarola das Schulhaus konzipiert hat. «Wir können heute ein Haus übergeben, das mehr ist als eine Investition in eine Immobilie.»

Dass das neue Mülliger Schulhaus tatsächlich mehr ist als bloss eine Immobilie, kommt bei der Besichtigung des Gebäudes in den vielen positiven Kommentaren der Besucherinnen und Besucher zum Ausdruck. Was auch Schulpflegepräsidentin Erika Füglister freut, wie sie bei der Begegnung im Gedränge gesteht.