Windisch

Das neue Dohlenzelg besteht aus Holz

Siegerprojekt: Der geplante Längsbau ist zweigeschossig.

Siegerprojekt: Der geplante Längsbau ist zweigeschossig.

Primarschulanlage Windisch: Brugger Team hat alle im Planerwahlgremium überzeugt.

Auf dem Areal Dohlenzelg in der Gemeinde Windisch ist ein Neubau für die Primarschule mit Kindergarten und Doppelturnhalle geplant. Nachdem ein vor drei Jahren vorgestellter Projektentwurf nicht weiterbearbeitet werden konnte, haben Gemeinde- und Einwohnerrat entschieden, dass mit einem Planerwahlverfahren ein geeignetes Generalplanerteam evaluiert und die Projektierung danach erneut angegangen werden soll.

Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung gingen insgesamt knapp 20 Vorschläge ein. Von diesen wurden sechs Skizzenprojekte zur vertieften Beurteilung durch eine Jury zugelassen. Der Holzbau des Brugger Teams Liechti Graf Zumsteg ging dann als Sieger aus dem Planerwahlverfahren hervor.

Vor dem Lockdown fällte die Jury den Entscheid

Der Juryentscheid sei Anfang März kurz vor dem Lockdown gefallen, sagte Roland Schneider, Leiter Planung und Bau, an der Medienpräsentation in der Turnhalle Dohlenzelg am Dienstagabend. Nachdem das Vorhaben mit der Echogruppe besprochen worden war, habe der Gemeinderat Windisch Ende Juni grünes Licht gegeben, das Siegerprojekt zur Weiterbearbeitung zu empfehlen. Der zuständige Gemeinderat Max Gasser (FDP) wies auf die öffentliche Ausstellung hin, die noch bis am Samstag dauert. Im Moment werde eine Botschaft erarbeitet. Ziel sei es, im Oktober dem Einwohnerrat einen Projektierungskredit für die neue Schulanlage Dohlenzelg zu beantragten. Zu den zu erwarteten Kosten für die Projektierung und die Realisierung wollte sich Gasser noch nicht äussern. Schliesslich gehe es nicht nur um einen Schulhausneubau, sondern um eine komplette Neugestaltung des Areals Dohlenzelg inklusive Sport- und Aussenanlage sowie Rückbau der bestehenden Bauten aus dem Jahr 1954.

Architekt Beat Klaus und Landschaftsarchitekt Stefan Schrämmli vom Fachpreisgericht würdigten die qualitativ hochstehenden Beiträge der Verfahrensteilnehmer und sprachen von einer spannenden Ausmarchung. Es sei eine Bedingung gewesen, sich als Team zu bewerben, das alle Bereiche abdecke und Erfahrung mit öffentlichen Bauten auf Stufe Primarschule habe, sagte Beat Klaus.

Kurze Wege waren eine wichtige Vorgabe

Der Neubau soll gut ins Wohnquartier passen. Wichtig seien neben der Architektur kurze Wege sowohl für die Kinder wie für Lehrpersonen und Nutzer der Sportanlagen, so Beat Klaus.

Am Vorprüfungsverfahren beteiligte sich das Siegerteam von 2017 Ebinger Kuwatsch Architektur & Städtebau – mit einem völlig neuen Projektentwurf. Die Zürcher schieden allerdings am ersten Jurytag aus. Negativ beurteilt wurden etwa die enge Erschliessungsstruktur in die obere Etage und die Balkone im zweiten Stock.

Beim Siegerprojekt der Liechti Graf Zumsteg Architketen handelt es sich um das Team, das in Brugg für die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Stapfer zuständig war. «Der grosse zweigeschossige Längsbau fügt sich trotz erheblichen Fussabdrucks erstaunlich sicher in das Gesamtensemble des Schulhauscampus Dohlenzelg ein und schafft den Bezug zum angrenzenden Wohnquartier überzeugend», heisst es im Bericht des Planerwahlgremiums. Mit der Oberlicht-Bänderung entstehe eine klare Architektur. Das sorgfältig entwickelte statische Tragwerksystem ermögliche eine grosse Raumflexibilität und werde den heutigen, aber auch zukünftigen schulischen Entwicklungen gerecht. Östlich der Baumachse sind die Sportflächen und Spielfelder positioniert. Architekt Lukas Zumsteg ist überzeugt, dass der neue Holzbau problemlos 100 Jahre Bestand haben wird.

Öffentliche Ausstellung: Die eingereichten Projekte der sechs Planerteams werden heute Donnerstag und morgen Freitag von 17 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 12 Uhr in der Turnhalle Dohlenzelg gezeigt.

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