Brugg

Das letzte Stündlein des Güterschuppens hat geschlagen

Der alte SBB-Güterschuppen wird abgebrochen und es entsteht Platz für das neue Busterminal Süd.

Der alte SBB-Güterschuppen wird abgebrochen und es entsteht Platz für das neue Busterminal Süd.

Die Vorarbeiten für Bau des Busterminals Süd sind gestartet: Diese Woche wird der alte SBB-Güterschuppen abgebrochen.

Es wird ernst mit dem neuen Busterminal Süd beim Bahnhof Brugg. Diese Woche hat der Abbruch des alten SBB-Güterschuppens begonnen. Zuerst ist der Teil aus Holz, am Schluss das Backsteingebäude an der Reihe. Stefan Zinniker, Bereichsleiter Tiefbau von der Abteilung Planung und Bau in Brugg, spricht von einem «geordneten Rückbau bis auf das Fundament», bei dem es gelte, die Materialien sauber zu trennen. Verläuft alles nach Plan, ist bis Ostern nichts mehr von Güterschuppen sowie «Landi»-Gleis zu sehen.

Beim zukünftigen Treppenaufgang der verlängerten Personenunterführung Mitte führt die Kantonsarchäologie von Februar bis März archäologische Grabungen durch. In diesem Bereich verlief einst eine römische Strasse.

Abschluss der Arbeiten 2014

Voraussichtlich nach Ostern beginnen die effektiven Bauarbeiten am neuen Busterminal Süd. In einem ersten Schritt, so Urs Dosenbach vom Ingenieurbüro Steinmann in Brugg, gilt das Augenmerk dem Tiefbau. Es werden die verschiedenen Werkleitungen verlegt. Danach wird – bis Ende dieses Jahres – der rund 2700 Quadratmeter grosse Platz gestaltet. Im Frühling 2014 folgt die Überdachung. Fertiggestellt ist das neue Busterminal Süd samt Industriestrasse bis Herbst nächsten Jahres.

Als Knackpunkt bezeichnen Zinniker und Dosenbach den Bau der Personenunterführung Mitte, mit der sechs Geleise unterquert werden. Dafür hätten die SBB ein Zeitfenster von einem Wochenende freigegeben. Will heissen: Bis zum fix festgelegten Termin in diesem Sommer muss alles vorbereitet sein, damit an zwei Tagen auf einer Länge von 24 Metern die Betonelemente per Kran millimetergenau platziert werden können.

Eine weitere Herausforderung ist laut den Verantwortlichen die Nähe zu den Bahngleisen und der Publikumsverkehr auf dem Bahnhof-Areal. Die Fussgänger und Velofahrer müssten teilweise auf die Industriestrasse ausweichen – das Baustellengelände sei deshalb gut abzusperren und die Signalisation mit Plakaten und Wegweisern je nach Situation zu regeln. Höchste Priorität habe das Thema Sicherheit.

Zudem gelte es Rücksicht zu nehmen auf die Bedürfnisse der Anwohner. Als Beispiel nennen Zinniker und Dosenbach die Erschütterungen im Zusammenhang mit den Bauarbeiten oder die Sperrung von Strassen. Die Zufahrt zur Firma Brugg Kabel AG oder zum Landi-Gebäude müsse gewährleistet bleiben.

Nordseite wird entlastet

Stefan Zinniker weist auf die Bedeutung des Vorhabens hin: Mit dem neuen Busterminal Süd könne das bestehende Busterminal auf der Nordseite des Bahnhofs entlastet werden. «Es gibt mehr Platz und damit Möglichkeiten für die Neugestaltung des ganzen Areals.»

Zur Erinnerung: Seit Jahren sind Bestrebungen im Gang, den Bahnhof- und Neumarktplatz in Brugg attraktiver zu gestalten. Die Vision des Stadtrats: «Eine Stätte der Begegnung, des Bewegens und Verweilens soll geschaffen werden.»

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