Brugg
Das legendäre «Fridolin» in der Brugger Altstadt lebt weiter

Stammgäste können aufatmen: Das Café Fridolin in der Brugger Altstadt wird von Kenan Selcuk weitergeführt. Ab 2. Januar ist das «Fridolin» wieder offen.

Elisabeth Feller
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Kenan Selcuk freut sich auf das «Fridolin».

Kenan Selcuk freut sich auf das «Fridolin».

Das Café Fridolin in der Altstadt ist legendär. Es ist mit seinen rund 30 Plätzen klein, gemütlich und mit seinen Zeitungen und Zeitschriften eine Oase für lesende Menschen. Legendär ist das «Fridolin» aber vor allem wegen seiner Wähen. Mit einem Wort: Es ist eine Brugger Institution.

Kein Wunder erschraken die Stammgäste im Herbst, als bekannt wurde, dass das «Fridolin» bald verwaist sein würde. Nach fünf Jahren war die Zeit reif für einen Pächterwechsel: Barbara Wülser, der gute Geist, nahm eine neue Herausforderung an. Also machte sich Elisabeth Senn, Gesellschafterin und Geschäftsführerin der St. Fridolin GmbH, auf die Suche nach einem neuen Inhaber. Diesen fand sie – in unmittelbarer Nähe.

Kenan Selcuk, Windisch, führt seit 13 Jahren das Restaurant «La Dolce Vita», das gleich neben dem «Fridolin» liegt. Für Selcuk erfüllt sich mit der Übernahme des Cafés ein Wunschtraum: Er und seine Frau hatten seit langem davon geträumt, nicht nur italienische Küche wie im «La Dolce Vita» anzubieten, sondern auch «Gipfeli, Brot, Tagesmenüs, Kuchen, Wähen und Kaffee».

Nun wird Selcuk zwei familiäre, vom Angebot her jedoch völlig unterschiedliche Betriebe führen – und das in der Altstadt, die manchen als hartes Pflaster für Restaurants gilt. Nicht für Selcuk. Er ist seit über 20 Jahren im Gastrogewerbe tätig; liebt es, kennt die Hochs und Tiefs und weiss deshalb auch, dass sich Erfolge nicht von einem Tag auf den anderen einstellen.

Was würde er in der Altstadt ändern, wenn er könnte? «Die Einfahrtsbeschränkungen lockern», sagt er sofort: «Parkieren darf man in der Altstadt nur 30 Minuten. In dieser Zeit kann man aber nicht ein Menü essen. Deshalb wäre uns allen geholfen, wenn die Verweildauer auf den Altstadt-Parkplätzen um die Mittagszeit auf 60 Minuten ausgedehnt würde.» Das ist Zukunftsmusik.

Vorerst steht die Eröffnung des leicht modifizierten «Fridolin» am 2. Januar 2013 um 8 Uhr an. Ausgerechnet an einem Feiertag? «Weshalb nicht?», sagt Selcuk lächelnd. Bis dahin muss noch einiges gemacht werden: Etwa Malerarbeiten. Das «Fridolin» wird nämlich leicht modifiziert. Ein neues vierköpfiges Team wird dort einziehen und versuchen, Stammgäste zu halten und neue Kunden zu gewinnen. Wie bis anhin, wird das «Fridolin» auch am Sonntag geöffnet sein, und zwar von 10 bis 18 Uhr.

Café Fridolin Eröffnungsapéro am 18. Januar 2013, ab 17 Uhr.