Brugg

Das Kulturlokal «Dampfschiff» setzt in der neuen Saison auf Mundart

Das Dampfschiff Brugg startet in seine 14. Saison. Das Programm vorgestellt haben (v.l.): Marianne Barth (Kulturverantwortliche), Alex Simmen (Co-Präsidium Verein Dampfschiff Brugg) und Irene Simmen (Betriebsverantwortliche).

Das Dampfschiff Brugg startet in seine 14. Saison. Das Programm vorgestellt haben (v.l.): Marianne Barth (Kulturverantwortliche), Alex Simmen (Co-Präsidium Verein Dampfschiff Brugg) und Irene Simmen (Betriebsverantwortliche).

Das Brugger Kulturlokal startet am 26. August mit der Vollmondtanznacht in die neue Saison. Um alte wie auch neue Gäste anzulocken, wird auch am Betriebskonzept gefeilt sowie auf Mundarttexte gesetzt.

Ob die «Noche Latina», das «Café Philo» oder die Konzerte von lokalen Künstlern: Das Programm des praktisch ehrenamtlich betriebenen Kulturlokals Dampfschiff in Brugg ist vielfältig und inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Vor allem für die «Noche Latina» reisen die Tanzbegeisterten gerne auch von Zürich, Bern oder Basel an.
Für die 14. Saison im Dampfschiff, die am 26. August mit der Vollmondtanznacht startet, wünschen sich die Verantwortlichen, dass auch das restliche Programm vermehrt Menschen aus anderen Regionen anspricht. «Wir versuchen, uns überregional einen Namen zu machen», sagt Co-Präsident Alex Simmen. «Brugg ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar.» Mit gezielt gestreuter Werbung auf den Social-Media-Plattformen sollen künftig mehr Kulturinteressierte nach Brugg gelockt werden.

Die Qualität intern sichern

Und damit die Gäste regelmässig kommen, wollen die Dampfschiff-Verantwortlichen ihren grossen Vorteil ausspielen: «Weil wir ein kleiner Klub sind, können wir unsere Gäste wie beste Freunde behandeln», sagt die Kulturverantwortliche Marianne Barth. Dafür zuständig sind die ehrenamtlichen Helfer – ob hinter der Bar, an der Technik, an der Kasse oder im Hintergrund. Weil die Dampfschiff-Crew gemäss neuem Betriebskonzept professionell-ehrenamtlich arbeiten will, setzt sie auf interne Weiterbildung. So soll ein Workshop mit einem professionellen Barkeeper, einem Techniker und einer Office-Verantwortlichen die Mithelfenden auf den neusten Stand bringen.

Dass sich hin und wieder das Anpassen des Betriebskonzepts lohnt, haben die Verantwortlichen in der Vergangenheit gemerkt. So wird unter der Woche keine professionelle Bar mehr betrieben, «weil das nicht unsere Aufgabe als Kulturlokal ist», sagt Alex Simmen. Den freigewordenen Platz hat man stattdessen mit kulturellen Angeboten besetzt. So hat sich beispielsweise der Ukulele Jam vom Dienstagabend rasch zu einem beliebten Anlass gemausert. Oder auch die Umstellung des Getränkesortiments habe sich gelohnt, sagt Betriebsleiterin Irene Simmen. «Wir müssen in diesem Bereich à jour bleiben.»

Neu gibts einen Theaterkurs

In der neuen Saison setzt Marianne Barth vermehrt auf Konzerte. Die Reihe «MundART» startet am 15. September mit einem Auftritt von Mattermania. Bands mit Mundarttexten werden künftig die Kultur im Dampfschiff zusätzlich bereichern. Neu ist zudem der Theater-Improvisationskurs «Wisch & Weg» an sechs Abenden von Mitte Oktober bis Anfang Dezember. Im Bereich Tanz gibt es ebenfalls eine Neuerung: Am 16. September startet die Tanzreihe Tango mit einer Práctica im Voraus.

Die Dampfschiff-Crew zeigt sich immer offen gegenüber Ideen und Inputs aus dem Publikum. «Gastveranstaltungen externer Veranstalter sind weiterhin willkommen. Grundsätzlich müssen die Gast-Events aber ins Gesamtkonzepts des Dampfschiff-Betriebs passen», halten die Verantwortlichen fest. Ein Blick in das Programm zeigt, wie breit das Angebot ist. «Es ist die Programmvielfalt, die unseren Betrieb auszeichnet», hält Marianne Barth fest.

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