Ein rund einstündiger, sportlicher Wettkampf an der Aare am Donnerstagabend sollte es werden. So jedenfalls waren die rund 82 anwesenden Feuerwehrleute (insgesamt 115) über die Hauptübung informiert. Ausbildungschef Patrick Vogt weiht auch die Gäste in den Ablauf ein und bittet sie, an der Aare auf die Kinder aufzupassen.

Nach dem Appell werden die Männer und Frauen in Sechserteams aufgeteilt. Bereit, um später im Plauschwettkampf gegeneinander anzutreten. Dann plötzlich: Alarm! Einige ziehen ihre Handys aus den Hosentaschen, lesen die Nachricht: «Brand im BWZ.» Die Alarmierten rennen ins Magazin, ziehen sich die Brandschutzbekleidung an und ab gehts mit Kommando- und Tanklöschfahrzeug sowie dem Wagen mit der Drehleiter. Das Ganze passiert innert weniger Minuten, während die Gäste immer noch rätseln, ob dies zum Programm gehört.
In bereitgestellten Transportern des Zivilschutzes werden die Feuerwehrleute an den Ort des Geschehens, an die Annerstrasse, gefahren. Dort raucht es bereits aus dem Obergeschoss, Hilferufe sind zu hören.

Mit Drehleiter bis aufs Dach

Die um Hilfe rufenden Personen werden aus dem obersten Stock und vom Dach mittels Drehleiter gerettet und dann im Verwundetennest betreut. Der Brand im Gebäude ist mittlerweile gelöscht. Nun kommt, zum ersten Mal an einer Hauptübung, der mobile Grosslüfter zum Zug. Der riesige Lüfter wird gegen einen Baum gerichtet, damit die Gäste sehen, welche Kräfte hier wirken.

Innert kürzester Zeit ist das Gebäude rauchfrei und die Übung beendet. An der Einsatzbesprechung erläutert Einsatzleiter Marc Bovet sein Vorgehen, ehe Kommandant Florian Isenring allen Beteiligten ein gutes Zeugnis ausstellen kann. «Wir wollten mal sehen, wie ihr reagiert, wenn während der Hauptübung ein Alarm auftritt», sagt Isenring. «Ich muss sagen, ich hätte es mir chaotischer vorgestellt.»

Neu mit Ehrungen

Später im Magazin informiert Isenring über die bisher im 2018 geleisteten 35 Einsätze und 940 Einsatzstunden. Er erwähnt die neue Arbeitskleidung, die sie nach 20 Jahren ausgetauscht haben. Nebst den Beförderungen werden neu auch Dienstaltersehrungen an der Hauptübung vorgenommen. So wird zunächst den neuen Korporälen Jimmy Schmid, Elina Grenacher, Tobias Sommer und Nicolas Baiatu gratuliert.

Neun Feuerwehrleute werden für 10 bis 14,9 Jahre mit einem Gürtel und einer speziell gravierten Schnalle beschenkt. Ebenso die acht Personen, die seit über 15 Jahren im Amt sind. Die sechs Personen über 20 Jahre erhalten zum Gürtel ein Sackmesser, ebenso diejenigen fünf für ihre 25 bis 29, 9 Jahre. Die drei Männer mit über 30 Jahren Diensterfahrung werden obendrauf mit einem Gutschein fürs Thermalbad Schinznach-Bad beschenkt.