Hornussen

Das Klein-Areal ist versteigert – Käuferin zahlt 1,6 Millionen Franken

Die Herzog Hornussen AG hat das ehemalige Klein-Areal in Hornussen ersteigert. Die Parzelle dient vorderhand den neuen Eigentümern als strategische Reserve. Der Mietvertrag mit der Firma Waser läuft noch bis Ende 2019.mf

Die Herzog Hornussen AG hat das ehemalige Klein-Areal in Hornussen ersteigert. Die Parzelle dient vorderhand den neuen Eigentümern als strategische Reserve. Der Mietvertrag mit der Firma Waser läuft noch bis Ende 2019.mf

Käuferin ist die Herzog Hornussen AG – die Waser AG bleibt sicher bis Ende Jahr.

Im März 2016 musste die Hornusser Klein AG ihre Bilanz deponieren. Seither führt die in Birsfelden beheimatete Waser AG auf dem Areal das Entsorgungscenter weiter. Diese Woche fand nun die konkursamtliche Versteigerung des Areals statt.

Die konkursamtliche Schatzung der 10'168 Quadratmeter grossen Parzelle samt Gewerbeliegenschaften – die Gebäudeinstallationen seien einfach und «die Bausubstanz der einzelnen Gebäude ist teilweise demodiert», hiess es in der Ausschreibung der Versteigerung – belief sich auf rund zwei Millionen Franken.

Verkauf für 1,6 Millionen Franken

Den Zuschlag erhielt letztlich die Herzog Hornussen AG, die das Areal für 1,6 Millionen Franken erwarb. Auch die Waser AG, die aktuelle Mieterin, hatte bei der Versteigerung mitgeboten, wurde aber überboten, wie Geschäftsführer Marc Waser gegenüber der AZ sagte. Damit ist nun auch klar, dass die Gemeinde Hornussen die zwei Millionen Franken nicht ausgeben wird. Diese Summe hatte der Souverän vor zweieinhalb Jahren an der Gemeindeversammlung als Rahmenkredit gesprochen, um die Parzelle allenfalls aus der Konkursmasse herauskaufen zu können.

Nutzung noch offen

Zur Erinnerung: Der Hornusser Gemeinderat war nach Bekanntwerden des Konkursverfahrens aktiv geworden und hatte den entsprechenden Rahmenkredit beantragt. Ein Entsorgungsbetrieb mit Lastwagenverkehr sei an dieser Lage in unmittelbarer Nähe zur Schule nicht ideal, begründete der Gemeinderat seinen Antrag. «Mit dem Kauf der Parzelle könnten wir die Entwicklung von Hornussen verbessern und lenken», sagte Ammann George Winet damals. An der Gemeindeversammlung wies er zudem darauf hin, dass man immer wieder Anfragen für Gewerbeland erhalte und betonte, es sei nicht das Ziel, den Rahmen von zwei Millionen auszureizen. Der Gemeinderat werde seine Schmerzgrenze noch festlegen. Letztlich folgten die Stimmbürger dem gemeinderätlichen Antrag und sprachen den Rahmenkredit.

Wie die Parzelle in Zukunft genutzt wird, ist derzeit noch offen. Sie befindet sich in der Hornusser Gewerbezone. Dort sind gemäss der Bau- und Nutzungsordnung «höchstens mässig störende Gewerbebetriebe» erlaubt. Reine Lager- und Parkplätze sind dagegen nicht zonenkonform.

Noch hat die Herzog Hornussen AG keine konkreten Projekte für das Areal. Es sei vorderhand eine Standortreserve, sagte Verwaltungsrat Rolf Herzog. Aufgrund des bestehenden Mietvertrags sei ohnehin klar, dass die Waser AG noch sicher bis Ende Jahr ihr Entsorgungscenter weiterführen könne. Marc Waser seinerseits will in den kommenden Wochen das Gespräch mit den neuen Eigentümern suchen. «Momentan ändert sich für uns nicht viel. Unser Ziel ist es, das Angebot einer Sammelstelle in der Region Hornussen-Frick aufrechtzuerhalten.» Das Fricktal, wo die Waser AG auch noch in Rheinfelden ein Entsorgungscenter betreibt, sei für das Unternehmen ein wichtiges Gebiet.

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