Unter dem Motto «Mitenand gots besser» erwartete die Besucher Bodenständiges. Mit dem Jodellied «Ame schöne Morge» eröffnete der vereinigte Chor das Konzertprogramm. Vor einer Wald-Kulisse standen 14 Sängerinnen und Sänger in Folklore-Kleidung. Man trete gemeinsam mit Effingen auf, um mehr Sänger zu haben, erklärte Marco Hochstrasser vom Jodel-Doppelquartett Brugg. Und Nachwuchs zu rekrutieren, sei in dieser Musik-Sparte ein schwieriges Unterfangen, erklärte Hochstrasser weiter. Das vereinigte Ensemble wird geleitet von der Musikerin Susanna Kuhn. Auf der Bühne singt Kuhn als Chorsängerin mit und stimmt die Lieder mithilfe einer Stimmgabel an.

Frenetischer Jubel

Die A-cappella-Darbietungen waren geprägt von zwei Solo-Jodlerinnen: Regula Bütikofer trug eine Berner Sonntagstracht, und Tanja Hartmann jodelte in einer Gotthelf-Tracht. Die beiden Frauenstimmen vermochten hell zu begeistern. Insbesondere der Refrain «weni chume, weni blibe, weni gah, weni stah, i möcht di gäng bimer ha» im Lied «Das cha nur Liebi si» verzauberte das Publikum – frenetischer Jubel war die Folge. Das Lied musste wiederholt werden.

Als Gast-Ensemble war das «Chinderjodelchörli Wehntal» mit von der Partie. Mit bekannten Volksweisen wie «Änet em Bärgli im Trueb» oder «Chumm übers Mätteli» eroberten die Kinder unter der Leitung von Berta Neuhaus und Rosmarie Jost die Herzen der Zuhörerschaft.

Unter der Regie von Dieter Gygli führte die Theatergruppe des Jodel-Doppelquartetts die Mundart-Komödie «E verhängnisvolle Nacht» von Armin Vollenweider auf. In einer desaströsen Nacht verprasste Gemeindeammann Toni Sieger (Roland Meier) im Rotlichtmilieu und beim Pokerspiel die gesamten Lohngelder des Gemeindepersonals. Bald stellt sich heraus, dass Sieger in dieser Nacht nicht nur fremde Gelder verjubelte, sondern auch noch einen Schuldschein unterschrieb, mit 2,7 Promille Alkoholpegel den Fahrausweis verlor und –  zu allem Elend – noch die Nachtklub-Tänzerin Olga La Bouche (Jeannine Gygli) adoptierte.

Gut, ist da noch sein Freund Emil Pfund (Fabian Schneider), der einen «raffinierten Plan» schmiedet, um den Gemeindeammann aus dieser misslichen Lage zu befreien. Mit grosser Heiterkeit erlebte das Publikum, wie sich die Geschehnisse in rasanter Abfolge dramatisch verwickelten. Lügengebäude brachen zusammen wie Kartenhäuser, und schliesslich konnte der Hauptakteur seinen Kopf doch noch aus der Schlinge ziehen.