Susanne Baumgartner

Das ist die neue Brugger Bezirksrichterin

Die frisch gewählte Bezirksrichterin Susanne Baumgartner (EVP).

Die frisch gewählte Bezirksrichterin Susanne Baumgartner (EVP).

Susanne Baumgartner (EVP) gewinnt mit 700 Stimmen Vorsprung auf ihren Kontrahenten und wird neue Bezirksrichterin von Brugg.

Als die AZ gestern Sonntagmittag die frisch gewählte Bezirksrichterin anrief, wusste Susanne Baumgartner aus Brugg noch nichts von ihrem Glück. «Was? Hat es wirklich zur Wahl gereicht?», fragte sie die Redaktorin. Baumgartners Ehemann hatte zwar die Wahlergebnisse in den einzelnen Gemeinden etwas verfolgt, aber so ganz sicher wollte sich die 56-jährige Oberstufenlehrerin noch nicht sein, bis der Kanton dann das Schlussresultat vermeldet hat.

Und dieses fiel mit über 700 Stimmen Vorsprung auf den Kontrahenten deutlich aus: Susanne Baumgartner (EVP) wurde im Bezirk Brugg mit 6060 Stimmen zur Bezirksrichterin und somit zur Nachfolgerin von Parteikollege Ernst Beyeler gewählt. Antonino Vecchio (CVP) aus Lupfig holte 5335 Stimmen. Der 55-jährige Privatkundenberater bei der Aargauischen Kantonalbank und frühere Gemeinderat von Lupfig hatte vor allem in den Eigenämter Gemeinden Birr, Birrhard und Lupfig die Nase vorne; auch in Hausen, Mönthal und Schinznach-Bad holte Vecchio mehr Stimmen als Baumgartner. Insgesamt 157 gültige Stimmen entfielen auf andere Personen. Das absolute Mehr beträgt 5777 Stimmen.

Amtsantritt spätestens im April 2019

«Ich freue mich sehr über dieses Resultat», sagt Baumgartner, die das neue Amt spätestens im April 2019 antreten wird, wenn Ernst Beyeler seinen 70. Geburtstag feiern darf. Baumgartner hat sich seit Anfang Jahr sorgfältig mit einer möglichen Nomination für das Bezirksrichteramt befasst und wurde dabei von ihrer Familie, der Partei und Freunden ermutigt. Sie dankt allen, die sie in diesem Prozess unterstützt haben, und den Wählern für das Vertrauen. «Ich werde dieses Amt nicht leichtfertig übernehmen und habe grossen Respekt vor dieser Aufgabe, bei der ich tiefen Einblick in menschliche Abgründe haben werde», hält die frühere Einwohnerrätin und Mutter von vier erwachsenen Kindern fest.

Enttäuscht über den Wahlausgang ist Antonino Vecchio. «Natürlich akzeptiere ich das Resultat, denn die Spielregeln waren von Anfang klar», sagt er. Der Lupfiger hatte schon bei der letzten Ersatzwahl im September 2017 als Bezirksrichter kandidiert, unterlag aber mit 5894 Stimmen eher knapp gegenüber seinem damaligen Kontrahenten Urs Herzog-Stocker (FDP, 6020 Stimmen) aus Brugg. Warum er dieses Mal so viele Stimmen weniger holte, kann sich Vecchio nicht richtig erklären. Ihm war es wichtig, dass die Wähler in einer intakten Demokratie überhaupt eine Auswahl haben und Aussengemeinden auch in Bezirksgremien vertreten sein sollten. Ein drittes Mal wird er allerdings für dieses Amt eher nicht mehr kandidieren.

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