In Mülligen, «dem Brückenkopf zur Region Brugg», wie Gemeindeammann und Gastgeber Leo Grünenfelder es nannte, fand die Versammlung statt. Zu entscheiden hatten die Anwesenden aus 22 Gemeinden über die Genehmigung des Protokolls der letzten Vorstandssitzung (einstimmig angenommen), die Wahl des neuen Regionalplaners sowie den Voranschlag 2011.

Einstimmig zum neuen Regionalplaner gewählt wurde Roger Michelon aus Sempach, Geschäftsführer der Planteam S AG. Unterstützt wird Michelon von David Stettler aus Bern, stellvertretender Projektleiter und Sachbearbeiter.

Das Gespann Michelon und Stettler ersetzt ab Januar 2011 Katharina Dobler Altorfer und Gabi Kerschbaumer von der Planar AG für Raumentwicklung (vormals Hesse + Schwarze + Partner AG). Dobler war während zehn Jahren für Brugg Regio tätig und wechselt als Kantonsplanerin in den Kanton Bern.

Roger Michelon ist ein erfahrener Planer; eines seiner Schwergewichte ist die Regionalentwicklung. Er betreut die Regionalplanungen Aarau, die Regionen Luzern und Luzerner Seetal und die Plattform Aargau-Zug.

Die Region Brugg kenne er noch nicht, sagte Michelon bei der Vorstellungsrunde. Das sei aber durchaus ein Vorteil: «Ich komme unbelastet in diese Region.» Hanspeter Scheiwiler, Präsident von Brugg Regio und Gemeindeammann Windisch, zeigte sich überzeugt, mit dieser Wahl «das Nonplusultra» erzielt zu haben.

Diskussion um Budgetposten

Zu Diskussionen Anlass gab das Traktandum «Voranschlag 2011». Dieser schliesst mit rund 345000 Franken ausgeglichen ab. Der Bilanzfehlbetrag von rund 16000 Franken per 31. Dezember 2009 sollte bis Ende 2010 abgebaut sein.

Stein des Anstosses war der Posten über 3000 Franken zur Schaffung eines gemeinsamen Online-Baulandreservepools auf der Homepage des Service-Centers: Die Gemeinden waren im Vorfeld um eine Stellungnahme zum Projekt gebeten worden.

Die Gemeinde Riniken hatte daraufhin den Antrag gestellt, diesen Posten aus dem Budget zu streichen. Der Gemeinderat war davon ausgegangen, dass der Anteil der Projekt-Gegner überwiege.

Präsident Scheiwiler klärte die Anwesenden auf, dass 13 positive Rückmeldungen und 8 negative eingegangen waren, 9 hatten sich nicht geäussert.

Ausserdem wies er darauf hin, dass Kleingemeinden von diesem Projekt profitieren würden. Die Gemeinde Riniken zog den Antrag zurück, der Voranschlag wurde einstimmig angenommen.