Der Bau des Regenbeckens «Altenburg» hat zu reden gegeben an der Sitzung des Brugger Einwohnerrats im Oktober. Mehrere Anwesende sprachen von einem veralteten Konzept in einem sensiblen Gebiet und zeigten sich überzeugt, dass es sinnvollere Lösungen gibt. Eine Mehrheit allerdings war anderer Ansicht und bewilligte den Kredit von 2,563 Mio. Franken.

Eine Gruppierung mit dem Namen «Nein zum Regenbecken Altenburg» spricht von einem unnötigen und teuren Projekt und sammelt jetzt Unterschriften für ein Referendum. Denn das Regenbecken schade der Aare mehr, als es nütze. Deshalb soll das Volk über den «Millionen teuren» Betonblock entscheiden. Vorgesehen sei dieser, hält die Gruppierung fest, bei historischen Mauern im Natur- und Auenschutzgebiet. Das Ziel werde nicht erreicht: Ein Schutzgebiet der Aare mit viel Beton zu bebauen, um die Aare zu schützen, sei absurd.

Das Projekt sei über 25 Jahre alt, die Qualität des Aarewassers habe sich in dieser Zeit verbessert, fährt die Gruppierung fort. «In Brugg wurde bisher das Potenzial nicht genutzt, um Regenwasser vom Schmutzwasser zu trennen.» Dach- und Brunnenwasser müsste direkt in die Aare geleitet werden oder zum Beispiel zur Bewässerung dienen. Regenwasser von Parkplätzen und Quartierstrassen sei versickern zu lassen. Anders gesagt: Die alte Mischwasser-Siedlungsentwässerung sei in ein modernes Trennsystem mit Versickerung zu überführen. «Regenbecken in dieser Form/ Grösse werden dann unnötig.» Kurz: Die Mischwasser-Entwässerung sei ein Auslaufmodell.

Damit das Referendum zustande kommt, müssen rund 680 gültige Unterschriften gesammelt werden. Die Frist läuft am kommenden Montag ab. (mhu)