Ultrabreitband
Das Internet in Brugg wird schneller – manche Gemeinden der Region müssen noch warten

Ab Frühling 2017 können die Ersten vom neuen Ultrabreitbandinternet profitieren – auch in anderen Gemeinden im Bezirk wird ausgebaut. Ein paar müssen sich aber noch etwas gedulden.

Janine Müller
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Für den Netzausbau müssen Werklöcher aufgegraben und der Inhalt umgebaut werden, damit die Glasfaserkabel eingezogen werden können (Symbolbild). Zudem werden Mini-Quartierverteiler in den Schächten verbaut.ZVG/Swisscom

Für den Netzausbau müssen Werklöcher aufgegraben und der Inhalt umgebaut werden, damit die Glasfaserkabel eingezogen werden können (Symbolbild). Zudem werden Mini-Quartierverteiler in den Schächten verbaut.ZVG/Swisscom

ZVG/Swisscom

Im Internet einen Film schauen, Daten in einer Cloud speichern: Das alles soll heute möglichst rasch gehen, beziehungsweise will man einen Film ohne ruckeln anschauen. Darum baut die Swisscom ab November 2016 in der gesamten Stadt Brugg Ultrabreitband – auch im Ortsteil Umiken, wie die Swisscom ausdrücklich erwähnt.

Und Lauffohr? Die Einwohner am Stadtrand haben vor gut zwei Jahren Bekanntschaft damit gemacht, wie es ist, wenn weder Internet noch Telefon funktionieren (siehe nachfolgende Box). Annina Merk, Swisscom-Mediensprecherin, ergänzt: «Die Ausbauplanung umfasst die Bau- und Wohnzonen der Gemeinde Brugg, inklusive Brugg-Lauffohr.»

Funkstille am Stadtrand: Lauffohr hatte keinen Anschluss

Fast genau zwei Jahre sind es her, als in Lauffohr Funkstille herrschte. Über Tage hatten die Swisscom-Festnetz-Kunden damals keinen Telefonie- und Internetzugang. Die Einwohner berichteten von regelmässigen Abstürzen im Internet, eigenartigen Fehlanrufen sowie Störgeräuschen. Die Suche nach der Ursache verlief schleppend. Irgendwann hiess es, dass ein Kabel beschädigt sei. Doch die Stadt Brugg hatte keine Kenntnisse von einem defekten Kabel. Bauarbeiten waren in diesem Bereich keine im Gang. Heute heisst es: «Die Störung entstand durch die Alterung eines Kabels. Nachdem Swisscom die Bewilligung zur Grabung auf dem Privatgrundstück erhielt, konnte das Kabel ersetzt werden.» Der jetztige Ausbau des Netzes habe nichts mit der damaligen Störung zu tun, sagt Annina Merk, Mediensprecherin von Swisscom. (jam)

Blitzschnelles Internet möglich

Beim Ausbau kommen die neuesten Glasfasertechnologien «Fibre to the Street» (FTT) und «Fibre to the Building» (FTTB) zum Einsatz. Gut klingende Bezeichnungen, die modernstes Netz versprechen. Ultraschnelles Internet mit bis zu 100 Mbit/s sei möglich. «In ein bis zwei Jahren werden sogar Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/s möglich sein», heisst es.

Damit könnten künftig Daten blitzschnell übers Internet übertragen werden und die Anschlüsse seien auch für zukünftige Anforderungen bestens gerüstet. «Privatkunden und Unternehmen benötigen immer mehr Daten mit noch höheren Bandbreiten», begründet die Swisscom den Netz-Ausbau.

Beim sogenannten FTTS werden die Glasfasern bis rund 200 Meter vor die Gebäude gebaut. «Für die restliche Strecke bis in die Wohnungen und Geschäfte kommt das bestehende Kupferkabel zum Einsatz», schreibt die Swisscom in einer Mitteilung.

Grössere Liegenschaften werden bis ins Gebäude mit Glasfaserkabel erschlossen (FTTB). Pro Jahr modernisiert Swisscom in rund 300 Gemeinden das Festnetz – davon mindestens 30 ländlich geprägte Gemeinden. «Unser Bestreben ist es, in allen Schweizer Gemeinden das Netz schrittweise auszubauen», sagt Merk. «Bereits heute hat Swisscom 3 Mio. Ultrabreitbandanschlüsse gebaut.» Auch im Bezirk Brugg.

Brugg zieht mit Windisch gleich

Mit dem Bau des Ultrabreitbands zieht Brugg mit den Gemeinden Bözberg, Mülligen, Schinznach-Bad, Veltheim und Windisch gleich. Diese sind bereits mit neusten Technologien ausgebaut, «wobei auch Gemeinden wie Auenstein, Habsburg, Mandach, Remingen, Scherz, Thalheim und Villigen bereits heute grösstenteils von Ultrabreitband profitieren», wie Merk ergänzt.

In den Gemeinden Birr und Lupfig sei ein Ausbau voraussichtlich 2017 geplant. «Weitere Ausbaupläne zum Bezirk Brugg werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert», sagt Merk. Voraussichtlich im Frühling 2017 können dann die ersten Einwohner vom ultraschnellen Internet profitieren.

«Swisscom wird die Einwohner informieren, sobald neue Informationen zum Ausbau an ihrer Wohnadresse vorliegen. Ein genauer Termin kann derzeit nicht genannt werden», sagt Annina Merk. Wie schnell Ihr Internet zu Hause ist, können Sie übrigens auf www.swisscom.ch/checker überprüfen.