Haus Eigenamt
Das ging schnell: Kanton hebt Aufnahmestopp für neue Bewohner auf

Der Kanton hat den Aufnahmestopp im Haus Eigenamt nach der Generalversammlung aufgehoben. Die freien Betten dürften bald wieder belegt sein. Der interimistische Geschäftsführer wird als nächster Schritt mit allen Freigestellten sprechen.

Claudia Meier
Drucken
Teilen
Derzeit sind 9 von 52 Betten im Haus Eigenamt frei. Doch das wird sich bald ändern.

Derzeit sind 9 von 52 Betten im Haus Eigenamt frei. Doch das wird sich bald ändern.

Sandra Ardizzone

Seit der Generalversammlung am letzten Donnerstag hat der Altersheimverein Eigenamt einen neuen Vorstand (die az berichtete). Überraschend schnell hat der Kanton am Wochenende den Aufnahmestopp im Altersheim in Lupfig aufgehoben. «Es gibt weder gesundheitspolizeiliche noch betriebsbewilligungsrelevante Gründe, den Aufnahmestopp aufrechtzuerhalten», erklärt Balz Bruder, Kommunikationsleiter vom kantonalen Departement Gesundheit und Soziales (DGS), den Entscheid.

«Die Aufhebung des Aufnahmestopps hatte vor allem mit der Nomination des neuen Vorstands zu tun», sagt der interimistische Geschäftsführer Hanspeter Müller. Konkret wollte der Kanton Gewähr, dass sich die Trägergemeinden Birr, Birrhard, Lupfig und Scherz auch in Zukunft engagieren. Er versicherte sich, dass Hanspeter Müller als Geschäftsführer nicht nur kurzzeitig bleibt und dass die Pflegeabteilungen – vor allem im Bereich Demenz – mit spezialisiertem Personal verstärkt werden.

Derzeit sind im Haus Eigenamt 9 von 52 Betten frei. Das dürfte sich gemäss Hanspeter Müller in den nächsten Tagen wieder ändern: «Wir haben 7 Anfragen für Heimeintritte, davon sind 3 bereits definitiv.»

Gespräche mit Freigestellten

Am Mittwoch will Müller auch mit allen Freigestellten sprechen und ihre Ansichten hören. Das gehöre zu seiner operativen Tätigkeit, sagt er. Seine Erkenntnisse aus diesen Gesprächen wird der Geschäftsführer dann am Abend an der ersten Vorstandssitzung des neuen Altersheim-Vorstands einbringen.

Steht nun das Haus Eigenamt nach all den Turbulenzen unter besonderer Beobachtung des Kantons? Balz Bruder winkt ab: «Das DGS wird die Entwicklung weiterverfolgen und den Fortgang überprüfen. Grundsätzlich gelten für das Haus Eigenamt aber die gleichen Regeln wie für alle anderen Einrichtungen auch.»

Aktuelle Nachrichten