Habsburg

Das Gemeckere um den Geissenstall in Habsburg geht weiter

Der Geissenstall von Hans Huber steht in der Landwirtschaftszone.

Der Geissenstall von Hans Huber steht in der Landwirtschaftszone.

Der Geissenstall von Hans Huber in Habsburg stört offenbar niemanden. Trotzdem soll das kleine Holzgebäude weg. Der Besitzer wehrt sich.

Jahrelang hat sich niemand gestört am kleinen Geissenstall von Hans Huber in Habsburg. Jetzt aber soll das Holzgebäude weg. So hat es der Kanton im letzten Jahr verfügt. Hans Huber wehrte sich und reichte eine Beschwerde bei der Aargauer Regierung ein. Allerdings ohne Erfolg. Der Regierungsrat lehnt die Beschwerde ab, berichtet der Fernsehsender Tele M1.

Das sei ein Entscheid, der am Schreibtisch gefällt worden sei, sagt Hans Huber. Es werde keine Rücksicht genommen auf die Tiere oder auf das Hobby eines Pensionierten. Der Stall steht seit 2008 an diesem Standort in der Landwirtschaftszone, der Kanton hat ihn 2015 per Zufall entdeckt. Beschwert hat sich offenbar zwar niemand über das Gebäude. Aber: In der Landwirtschaftszone ist hobbymässige Tierhaltung nicht erlaubt.

Hans Hubers Geissenstall muss weg

Hans Hubers Geissenstall muss weg

Der Geissenstall in Habsburg stört niemanden. Nun soll er weg. Der Hobby-Geissenbauer reicht bei der Aargauer Regierung eine Beschwerde ein – umsonst.

Aargauer Regierung will sich nicht äussern

Im Regierungsratsbeschluss ist indes ebenfalls festgehalten, dass der strittige Ziegenstall eine Grundfläche von lediglich rund 4 Quadratmetern habe und keinen störenden Eingriff darstelle in die Landschaft. Die Abweichung vom Erlaubten sei nicht als gravierend zu betrachten.

Die Aargauer Regierung will sich laut Tele M1 nicht zum Fall äussern, weil es sich um ein laufendes Verfahren handle. Der Bauernverband Aargau wünscht sich etwas mehr Augenmass. Wenn sich jemand an einem solchen Stall störe und Anzeige erstatte, sei es etwas anderes, sagt Geschäftsführer Ralf Bucher. Sonst aber würde er dem Kanton empfehlen, das Gespräch zu suchen und zuerst abzuklären, ob die bestehende Situation nicht belassen werden kann.

Hans Huber will nicht aufgeben, auch wenn ihn die ganze Geschichte bereits rund 2000 Franken gekostet hat. Er zieht den Fall weiter ans Verwaltungsgericht. Er sei, seit er auf der Welt sei, immer davon ausgegangen, dass man den gesunden Menschenverstand walten lassen könne. «Heutzutage ist man weit weg von Gut und Böse.» (mhu)

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