Brugg
Das Fachgeschäft Arcta Bergsport verschwindet aus der Brugger Altstadt

Arcta Bergsport Brugg verabschiedet sich: Nach mehr als 20 Jahren schliesst das grösste Aargauer Bergsport-Fachgeschäft in der Brugger Altstadt Ende März seine Türen. Mit diesem Schritt verliert auch der Boulderraum seine Bleibe.

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Andrea Greiner von Arcta Bergsport Brugg.

Andrea Greiner von Arcta Bergsport Brugg.

az-Archiv

«Nach 22 erfolgreichen Jahren Arcta Bergsport Brugg werden wir uns Ende März 2014 aus der Verkaufsbranche zurückziehen», schreiben die Geschäftsinhaber Tom Rüeger und Andrea Greiner. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hätten sie sich entschieden, der Outdoorbranche als selbstständige Detailhändler den Rücken zu kehren. «Die Zeit als Geschäftsinhaber war spannend und fordernd zugleich – wir sind glücklich und zufrieden, diese Zeit erlebt zu haben.»

Aber: Die Selbstständigkeit verlange viel Präsenz, Verantwortung und Engagement. Es sei wenig Platz für ihre Passion geblieben, dem «Selber-aktiv-unterwegs-Sein». Und: «Die veränderten wirtschaftlichen Einflüsse, neue Einkaufsformen, die allgemeine Wertschätzung eines Fachgeschäftes erfordern zurzeit ein aktives Umdenken und neue Perspektiven in der Verkaufsbranche. Eine Veränderung, in die wir nicht bereit sind, zu investieren.» Vielen sei heute das Marketing wichtiger als das Produkt – «die Freaks mit Erfindergeist fehlen», so Tom Rüeger und Andrea Greiner. Im Geschäft trete die Beratung vermehrt in den Hintergrund.

Vorfreude auf Freizeit

Andrea Greiner wünscht sich eine zeitlang den Bergsport aktiv leben zu können, ihrer Passion ohne Einschränkung zu frönen. «Für mich bedeutet dies in ferne Länder und Kulturen reisen, faszinierende Landschaften erleben, neue Felsbänder entdecken und die ersten Spuren in den Schnee ziehen.»

Tom Rüeger wird seine bisherige Tätigkeit als Bergführer mit einem vielseitigen Tourenprogramm erweitern. In der Zwischensaison möchte er einige seiner langjährigen Outdoor-Projekte anpacken. «Ich freue mich extrem auf die künftige Freizeit und die neuen Herausforderungen.»

Ersatz nicht in Sicht

Mit der Schliessung verliert auch der Boulderraum seine Bleibe, ein Ersatz ist laut Arcta Bergsport momentan nicht in Sicht. Seit der Boulderraum-Eröffnung 2004 hätten viele Kletterer willkommen geheissen werden können. «Wir danken allen, die zum Gelingen des Boulderraum-Erfolgs beigetragen haben, und natürlich allen, die ihn so zahlreich genutzt haben.» (az)