Um 8.45 Uhr stehen Kindergärtler, Schülerinnen und Schüler als Paradiesvögel oder Astronauten verkleidet, parat. Eltern schiessen Fotos oder helfen ihren Kindern mit den Regenpelerinen oder schnüren die Winterstiefel.

Die Musikanten der Musikgesellschaft Lupfig treten ebenfalls wetterfest an, Instrumente und Hüte sind eingepackt, sogar die Fahne hat ihren Regenmantel erhalten. Entlang der Umzugsroute von Lupfig nach Birr und dann zur Schulanlage Lupfig stehen die Gäste mit ihren Schirmen am Strassenrand. «Das ist Brötliexamen-Wetter», sagt ein Vater. An ein trockenes Brötliexamen als Kind kann er sich nicht erinnern.

Trotz Dauerregen: Das Eigenamt hebt ab am Brötliexamen

Bunter Umzug im Regen.

Die Älteren nehmen die Jüngeren an die Hand

Trotz Dauerregen und teilweise kräftigem Wind: Die rund 900 Kinder und Jugendlichen der Eigenämter Gemeinden Birr, Lupfig, Scherz und Birrhard machen das Beste daraus. Auch wenn sich hie und da einer in seiner Pelerine verheddert oder die Hexe ihren Hut festhalten muss, lachende Gesichter sind am Umzug trotzdem auszumachen. Stolz winken die Kindergärtler, wenn sie ihre Eltern oder Grosseltern entdecken.

Riddle: Quiz zum Brötliexamen


«Ab i d’Luft» heisst das Motto, das auch diesmal mit viel Fantasie und Kreativität Wochen zuvor umgesetzt wurde: Viele Astronauten der «Nasa» sind auszumachen, die Raketen sind sogar besetzt. Für ein sicheres Gefühl sorgt die Rega; ihre Propeller sind an Haarreifen festgemacht. Auch die Batman, pardon: «Schärz-Män», die vielen kleinen Bienen, Paradiesvögel, Hexen und ihre fliegenden Besen sowie Heissluftballone machen Lust, die Welt von oben zu erkunden. Selbstgebastelte Flugzeuge werden mitgetragen, Planeten kreisen. Auch das Flugpersonal marschiert mit, Rollkoffer inklusive. Schön zu sehen, wie die älteren Schüler mit ihren jüngeren Kollegen an der Hand im Umzug mitspazieren.


Morgenfeier mit Höhenflügen

Schulpflegepräsidentin Jeannette Wehrli begrüsst die Gäste auf der Schulanlage Lupfig und wünscht allseits einen guten «Flug», ehe Flugplatzchef Heinz Wyss mit seiner Rede beginnt. Ein Spass für alle ist das Geschenk von Heinz Wyss: Mit Schulleiter Jürg Baur wirft er den Kindern 100 Frisbees zu, deren sechs sind mit einem Flug-Gutschein ausgestattet. Auch die Ausstellung mit Rettungshelikoptern, Segel- und Motorflugzeugen auf der Schulhauswiese kommt beim Publikum sehr gut an.

Frisbees und Trampolin.

Frisbees und Trampolin.


Dass Menschen auch ohne Flügel fliegen können, zeigen die «Wallscrapers» aus Kleindöttingen. Ihre Kunststücke und Salti auf dem nassen Trampolin begeistern. «Mer häbed ab» singen die Kinder zum Abschluss der Morgenfeier mit der Rockband Eigenamt, bevor sie in ihr eigenes Brötli beissen dürfen.