Elfingen

Das ehemalige Bushüsli ist neu eine Bibliothek

Im ehemaligen Bushüsli gibt es viele Bücher für Erwachsene und Jugendliche.

Im ehemaligen Bushüsli gibt es viele Bücher für Erwachsene und Jugendliche.

Im Dorfzentrum können Bücher ab sofort an einem aussergewöhnlichen Ort mitgenommen, deponiert oder getauscht werden.

Schon wieder kann sich ein Angebot der 290-Seelen-Gemeinde Elfingen im oberen Fricktal mit dem einer Stadt messen lassen. Als die Festgemeinde im Herbst 2015 auf der Hiltematt den neuen Buswendeplatz einweihte, wurde dem Brugger Stadtammann Daniel Moser eindrücklich vor Augen geführt, dass der lange Gelenkbus künftig problemlos im Dorf verkehren kann und der Einstieg beim neuen Bushüsli barrierefrei möglich ist. Zwei Elemente, die an den Bahnhöfen Brugg und Frick noch nicht erfüllt sind.

Nach der Verschiebung der Postauto-Haltestelle vom «Sternen» zur Hiltematt musste der Gemeinderat entscheiden, ob das ehemalige Bushüsli mit Velounterstand gegenüber dem Restaurant zurückgebaut oder umgenutzt werden soll. Gemeinderätin Susanne Trefzer schlug dem Gremium dann vor, das Bushüsli in eine Bibliothek umzuwandeln, in der Bücher mitgenommen, deponiert und getauscht werden können.

Viel Überzeugungsarbeit musste Trefzer nicht leisten. Im Budget wurde ein Betrag eingestellt und Anfang Jahr wurde das Projekt in Angriff genommen. Der Unterhaltsbetrieb der Gemeinde habe sich vorbildlich dafür eingesetzt, eine wunderschöne Bibliothek zu gestalten, sagt die Gemeinderätin. «Seither findet ein reger Tauschhandel statt, der noch zunehmen wird, wenn der ‹Sternen› seine Türen wieder öffnet», so Trefzer. Das Wartebänklein blieb bestehen und soll zum Lesen einladen. Auch Licht ist vorhanden, was bei Bücherboxen in den Städten nicht immer der Fall ist.

Den Nachbarn einen Schritt voraus

Mit dieser Umnutzung ist Elfingen auch der Nachbargemeinde Bözen einen Schritt voraus. Dort überlegt man sich laut Vizeammann Markus Steinhardt, ob die Volksbibliothek bald geschlossen oder mit der Schulbibliothek zusammengelegt werden soll, weil es im Kirchgemeindehaus keinen Platz mehr hat.

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