Windisch

Das «Chinderhuus Simsala» in Windisch ist gross geworden

Das «Chinderhuus Simsala» hat seinen 15. Geburtstag gefeiert in Windisch mit einem Familien- und Kinderfest sowie mit Spieleparcours und einem Konzert von Linard Bardill.

«Es ist ein wunderbarer Tag, wir freuen uns sehr.» Mit diesen Worten begrüsste Michèle Roget, Co-Präsidentin der Betriebskommission, am Samstagmittag die Gäste an der 15-Jahr-Feier des «Chinderhuus Simsala» im Park Königsfelden in Windisch. Es sei viel passiert in den letzten 15 Jahren: «Wir sind grösser und professioneller geworden. Doch die Kernaufgabe ist geblieben: die Betreuung der Kinder, um Familie und Beruf vereinbaren zu können.»

Sie verwies auf das Fest-Sujet mit der Tierparade. «Diese begleitet uns im Alltag schon durch das ganze Jahr. Der Affe und die Maus sind beweglich und spielerisch, die Giraffe hat die Weitsicht und ist attraktiv für Familien.» Sie sprach damit den Zuschlag für die Tagesstrukturen Windisch an. Das Krokodil widerspiegle den nötigen Biss, um diese Aufgabe zu erfüllen.

Der Brugger Stadtrat Reto Wettstein überbrachte die Glückwünsche in Form von zwei Blumensträussen und der Windischer Gemeinderat Bruno Graf meinte: «Als 15-jähriger Teenager hat das ‹Chinderhuus› mit der Übernahme der Tagesstrukturen eine grosse Aufgabe angenommen. Das ist ein grosser Schritt und braucht viel Mut», sagte er.

2003 wurde der erste Krippenstandort im Park Königsfelden eröffnet. Aufgrund grosser Nachfrage entschied sich der Trägerverein, der durch interessierte Eltern ins Leben gerufen wurde, 2011 einen zweiten Standort in der Brugger Altstadt zu eröffnen. Geschäftsführerin Susanne Steinbock obliegt die operative Führung, strategisch wird das «Simsala» durch den Vorstand, die Betriebskommission , mit Michèle Roget, Claudio Stierli (Co-Präsidenten), Adrian Glauser und Viola Dubach geführt.

1200 Anmeldungen verschickt

Ab dem neuen Schuljahr bietet das «Chinderhuus Simsala» die Tagesstrukturen für Windischer Kindergartenkinder und Primarschüler an drei Standorten an: in der Krippe Königsfelden, im Dorf-Schuelhüsli und im Dohlenzelg-Pavillon. Es wird darauf geachtet, dass die Kinder an jenem Standort betreut werden, der am nächsten zu ihrer Schule oder ihrem Kindergarten liegt. «Momentan sind wir daran, die Standorte zu renovieren und einzurichten. Ausserdem müssen neue Teams zusammengestellt und dazu Personal angestellt werden», erklärte Michelle Beck, Hort-Leiterin im Bereich der Tagesstrukturen.

Wie viele Kinder die Tagesstrukturen nutzen werden, könne sie noch nicht sagen. Das neue Personal werde auf Stundenbasis angestellt sein. «Wir haben 1200 Anmeldungen und Betriebskonzepte verschickt. Am 18. Juni werden die neuen Stundenpläne ausgehändigt und am 30. Juni ist unser Anmeldeschluss», so Michelle Beck. Bislang wurden die Randstunden und der Mittagstisch durch die Schule abgedeckt. Am Mittagstisch nehmen teilweise bis zu 31 Kinder Platz. Anhand dieser Zahlen rechnen die Verantwortlichen des «Chinderhuus Simsala» mit Kindern für die Tagesstrukturen. Nebst der Schulzeit werden Kinder auch während zehn Ferienwochen betreut.

Linard Bardill und seine Geiss

An den Festfeierlichkeiten im lauschigen Park Königsfelden nahmen Eltern, Grosseltern, Freunde und natürlich Kinder teil. Für sie stand ein Spieleparcours bereit mit Büchsenwerfen, Entchenfischen oder Wasser in Schubkarren transportieren. Mit einem geschminkten Gesicht oder aufgeklebten Tattoo liefen die Kinder umher und liessen um 13.30 Uhr Ballons in den Himmel steigen.

Kurz nach 14 Uhr übernahmen der Bündner Liedermacher Linard Bardill und Bruno Brandenberger am Kontrabass das Zepter im Festzelt. Sie sangen gemeinsam mit den Kindern die Lieder rund um Zirkusdirektor Luki und seine Geiss Wilhelmine.

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