Ein grosses Loch klafft mitten im Eisfeld. Die Kühlelemente, die das Wasser von unten her in Eis verwandeln, sind zu sehen. Deutlich zeichnet sich die Spur vom liegengelassenen Schlauch ab. «Hier hat jemand mutwillig an der Eismaschine hantiert und Wasser mit dem Schlauch über das Feld laufen lassen», sagt Daniel Fiechter, Bereichsleiter technische Hauswartung bei der Firma Rohr AG und Eisbetreuer im Auftrag der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Das Eis sei völlig aufgeweicht gewesen, das Befahren der Eisbahn war am 26. Dezember unmöglich.

Entdeckt wurde der Schaden am frühen Morgen des Stephanstags. In der Folge wurde die Polizei kontaktiert, die Regionalpolizei (Repol) Brugg hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Mittwoch musste die Hälfte des Eisfelds noch gesperrt werden, damit die Eisschicht wieder aufgebaut werden konnte. Eine mühselige, zeitintensive Arbeit. «Und das ausgerechnet jetzt, wo die Kinder und Familien frei haben», ärgert sich Daniel Fiechter. «Es ist traurig, dass es Menschen gibt, die keinen Respekt zeigen, die das Engagement anderer nicht achten. Aber es gibt immer irgendwelche, die Unfug treiben müssen.»

Wie hoch der Sachschaden genau ist, kann Fiechter noch nicht sagen. Immerhin: «Die Technik ist nicht kaputt. Es sind ‹nur› 12 Kubik Wasser verschwendet und viel Zeit und Einnahmen für die Betreiber verloren gegangen.» Seit gestern Donnerstag ist die ganze Eisbahn wieder befahrbar.

Patrik Lehmann, Chef Stv. II der Repol Brugg, sagt: «Vor Ort wurden Abklärungen zu den Umständen eingeleitet und die Situation dokumentiert.» Man müsse nun das Ende der Festtage abwarten, um mit der Fachhochschule und den Betreibern anzuschauen, ob Anzeige erstattet wird. Denn bei Sachbeschädigung handle es sich um ein Antragsdelikt. Hinweise zum Sachverhalt nimmt die Repol Brugg gerne entgegen (Telefon: 056 461 76 80).