Bözen
Das Bözer Mammut kam gross in Fahrt

Zweiter Platz für das Hornschlitten-Team Bözen am Rennen in Alt St. Johann: Für die Schlittenbauer ging damit ein Traum in Erfüllung..

Louis Probst
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«Für uns ist das ein Riesenerfolg», freut sich Rolf Liechti vom Hornschlitten-Team Bözen. «Wir hätten nie gedacht, dass wir als Unterländer es aufs Podest schaffen würden.» Unter den 37 Schlitten, die am grössten Hornschlittenrennen der Schweiz in Alt St. Johann im Toggenburg in der Kategorie «Originelle Schlitten» an den Start gegangen waren, belegte das Fricktaler «Mammut» – zwischen dem «Gummibär» aus Nesslau und «Brum, den flotten Marienkäferchen», ebenfalls aus Nesslau – den geradezu sensationellen zweiten Platz. Rolf Liechti: «Wir hatten gehofft, es unter die ersten zehn zu schaffen. Geträumt hatten wir von einem Platz unter den ersten fünf.»

Dass der Traum mehr als nur in Erfüllung gegangen ist, führt Rolf Liechti aufs Sujet zurück: «In der Kategorie ‹Originell› sind das Motiv und die Animation unterwegs ausschlaggebend. Wir haben ja auf der Strecke zweimal angehalten und das Publikum mit ‹Mammut-Wasser› verpflegt. Dazu verfügt unser Mammut eigens über zwei Tanks.» Das Fahren des Schlittens dagegen sei eher Nebensache, stellt Rolf Liechti fest. «Wichtig ist natürlich, dass man sturzfrei den Hang hinunterkommt.

Super Mammut-Schlitten

Die Gefahr eines Sturzes ist relativ gross.» Der 750 Kilo schwere «Mammut»-Schlitten aus dem Fricktal schaffte die Strecke aber problemlos. «Ich hatte mit Toni Albisser, Pascal Pfister und Michael Liechti drei Bremser zur Verfügung», erklärt Mammut-Lenker Rolf Liechti. «Wir waren, mit den beiden Zwischenhalten und dem gewollten Zickzackkurs, rund eine Viertelstunde unterwegs. Die schnellsten Rennschlitten dagegen waren in 19 Sekunden unten.»

Unterstützt worden war das Hornschlitten-Team Bözen durch eine beachtliche Fangemeinde aus dem Fricktal.

Rolf Liechti zollt aber auch den Organisatoren des Rennens unter Hans Alpiger den Respekt. «Wegen des Schneemangels musste ein Riesenaufwand für die Strecke betrieben werden. Im Zielbereich hatte der Schnee sogar mit Lastwagen herangeführt werden müssen.»

Nächstes Jahr mit der «Titanic»

Inzwischen ist das erfolgreiche Mammut wieder zu Hause in Bözen. «Ich habe einen relativ grossen Schuppen», meint Rolf Liechti. Und im Hornschlitten-Team Bözen hat man sich auch schon längst Gedanken über den Schlitten und das Sujet für das nächste Rennen im Toggenburg gemacht. «Wir werden diesmal etwas früher mit dem Bau beginnen», sagt Rolf Liechti. «Wir werden nämlich die ‹Titanic› nachbauen. Nächstes Jahr werden es ja 100 Jahre her sein, dass sie gesunken ist. Wir werden versuchen, verschiedene Schlitten aneinanderzukoppeln. Wir bauen diese ‹Titanic› auf jeden Fall. Es wird unser grösstes Projekt sein.»

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