Brugg
Das alte Feuerwehrauto ist in Südamerika angekommen

Das 2005 ausrangierte Tanklöschfahrzeug wurde für das Sozialprojekt «Sonrisas Nómadas» umgebaut. In 30 Tagen reisten sie von Antwerpen aus über den Atlantik nach Uruguay. Ziel des Projekts ist, mit einem Lächeln die Welt zu verbessern.

Claudia Meier
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Das ausrangierte Feuerwehrauto aus Brugg ist in Uruguay angekommen. (Facebook)

Das ausrangierte Feuerwehrauto aus Brugg ist in Uruguay angekommen. (Facebook)

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«Wir sind angekommen», schreibt Toti Roger vom spanischen Sozialprojekt «Sonrisas Nómadas», was so viel wie «wanderndes Lächeln» bedeutet, in seinem jüngsten Newsletter. Toti Roger und sein Team fuhren mit dem Tanklöschfahrzeug, das der Brugger Feuerwehr von 1980 bis 2005 diente und nun den Namen «Dream Warrior» (Traum-Krieger) trägt, Anfang März in Belgien auf ein grosses Frachtschiff.

Die abenteuerliche Reise über den Atlantik dauerte 30 Tage. Von der belgischen Hafenstadt Antwerpen aus ging es zuerst nach Ostafrika, wo der Frachter in Senegal, Guinea, Sierra Leone und Liberia Halt machte. Neben den riesigen Lastwagen, die für den Einsatz bei Diamantenminen in Liberia bestimmt waren, wirkte das Brugger Tanklöschfahrzeug im Schiffsbauch geradezu wie ein Spielzeugauto.

Die Leute von «Sonrisas Nómadas» schwärmen in ihrem Newsletter einerseits von unvergesslich schönen Sonnenuntergängen, den stockdunklen Nächten, dem Mond und den Sternen, die sie unterwegs beobachten konnten. Auf hoher See wurden sie von Delfinen und Walen begleitet. Auf der anderen Seite geben ihnen beispielsweise die Arbeitsbedingungen der afrikanischen Hafenarbeiter zu denken: «Sie verdienen 30 Dollar pro Woche und dies bei Temperaturen von 39 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent.»

In Südamerika legte das Schiff zuerst in drei brasilianischen Häfen und dann – mit etwas Verspätung – in Uruguay an, wo die «Sonrisas Nómadas» mit dem Feuerwehrauto an Land gingen. Nun führt die Reise wieder auf Rädern weiter. Mit einem Lächeln will das Projekt-Team die Welt verbessern. Es nimmt sich vor, reisend möglichst vielen Leuten in den Dörfern und Gemeinschaften zu begegnen. Die Zirkusbühne soll wieder regelmässig im Einsatz stehen. Zusammen mit lokalen Artisten will das Team Jung und Alt unterhalten und so unter anderem auch Negatives in Positives verwandeln.

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