Brugg
Das Abschlussprojekt der Bez Brugg ist mehr als einfach eine Komödie

Drei Physiker, einer verrückter als der andere, drei Morde und eine Irrenanstalt: Das kann nur ein Werk Dürrenmatts sein.

Judith Urech*
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Welchen Effekt hat welche Mimik, welche Stimmlage und welche Gestik? Die Viertbezler sind am Proben.

Welchen Effekt hat welche Mimik, welche Stimmlage und welche Gestik? Die Viertbezler sind am Proben.

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Das Abschlussprojekt der Bezirksschulklasse 4b unter der Leitung von Deutschlehrerin Flurina Lienhard wird im Brugger Salzhaus auf die Bühne gebracht. Auf dem Programm steht ein Klassiker von Friedrich Dürrenmatt: «Die Physiker».

Als die Frage kam, was das Abschlussprojekt der Klasse 4b sein soll, war von Anfang an klar: ein Theater. Denn bereits voriges Jahr durften die Schülerinnen und Schüler ein Theater aufführen: «Das Schiff Esperanza». Die Tragödie von Fred von Hoerschelmann hatte sie im Frühling 2016 mit dem Theatervirus angesteckt.

Dieses Jahr nun soll es eine Komödie sein, geschrieben von niemand Geringerem als dem berühmten Schweizer Autor Dürrenmatt.

Doch «Die Physiker» entpuppt sich als weitaus mehr als eine simple Komödie. Im Mittelpunkt stehen drei Physiker, die als geisteskrank eingestuft in der privaten psychiatrischen Klinik «Les Cerisiers» leben, unter der Leitung der alten, buckligen Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd. Der erste behauptet, Albert Einstein zu sein, der zweite hält sich für Isaac Newton. Und der dritte, Johann Wilhelm Möbius, hat eine Entdeckung gemacht, die die Gefahr der Vernichtung der Welt in sich birgt und damit zur Grundfrage des Stücks nach der Verantwortung der Wissenschaft führt. Gibt es ein Bewahren der Welt vor dem Wissen? Und was für eine Rolle spielen hierbei die beiden anderen Physiker sowie die bucklige Fräulein Doktor?

Nach erstmaligem Lesen war klar: Dieses Stück wird anspruchsvoll. Trotzdem stürzten sich die Jugendlichen noch vor Ostern in die Rollenverteilung und das Auswendiglernen des Textes. Nur wenige Wochen nach den Frühlingsferien waren bereits alle Kulissen im Klassenzimmer untergebracht. So erhielt das Deutschzimmer auch eine eigene Sofaecke. Die Proben laufen wie am Schnürchen, man weiss ja nun, wie das abläuft. Trotzdem wird nicht getrödelt; man will die vorhandene Zeit in vollen Zügen ausnützen.

Emilia, die den Physiker Möbius spielt, meint dazu: «Nun kommen die Aufführungen immer näher. Der Druck steigt allmählich, doch die Vorfreude überwiegt deutlich.» Alle sind dazu bereit, ihr Bestes zu geben und zuversichtlich, dass die Vorführungen glatt über die Bühne gehen werden. Alle sind ins Salzhaus eingeladen: Montag, 26. Juni, und Dienstag, 27. Juni, Türöffnung jeweils um 19 Uhr.

*Judith Urech besucht die Klasse 4b der Bezirksschule Brugg

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