«Wooohoooo», ruft Beni Nyffenegger, als er die ersten Wellen abfährt. «Super!» Gemeinsam mit Urs Häseli, einem weiteren Vorstandsmitglied des Vereins «BikeAttrAktiv», dreht er ein paar Runden. Beide lachen spitzbübisch. Es ist die Belohnung für eine anstrengende Zeit. Mehr als zwei Jahre engagierte sich der Verein für die Realisierung des Pumptracks. Gegründet wurde der Verein bereits Mitte 2014.

Schnaufend steigen Häseli und Nyffenegger vom Bike. Sie sind begeistert. Hinter ihnen surfen die Mitarbeiter der Firma Velosolutions, welche weltweit tätig ist im Bau von solchen Anlagen, die Steilwandkurven. «Ich bin den Tränen nahe», sagt Nyffenegger. Und Häseli ergänzt: «Wir haben erlebt, wie der Pumptrack entstanden ist. Jetzt ist es ein super Gefühl, dass er befahren werden kann.»

Heisst: Der Pumptrack ist ab sofort offen für die Bevölkerung. «Dass das überhaupt möglich ist, verdanken wir vor allem auch dem Gewerbe aus der Region», sagt Beni Nyffenegger. Mit kleinen und grossen Beiträgen – finanziell aber auch materiell – sei das Vorhaben unterstützt worden. «Ich hoffe, dass die Leute daran denken, wenn sie ihre nächsten Einkäufe tätigen.»
Der Pumptrack ist längst nicht nur für übermütige Teenager, die ihren Mut unter Beweis stellen wollen. Die neue Freizeitanlage hinter den Trainingsplätzen des FC Brugg im Schachen ist für alle gedacht.


Im Minimum ein Helm auf den Kopf

Ein kleiner Knabe beweist an diesem Nachmittag bereits, wie gross der Lernerfolg nach wenigen Runden auf der Anlage ist. Am frühen Nachmittag getraute er sich noch kaum über die Wellen. Zum Zeitpunkt, als die Journalistin auftaucht, radelt er schon frech über die ganze Bahn. Zur hellen Freude der Anwesenden.

Um den Pumptrack zu benutzen, braucht es ein geeignetes Fahrzeug: Mit Velos, Mountainbikes, Skates, Mini-Scooter oder Skateboards kann die asphaltierte Strecke befahren werden. Auf dem Pumptrack besteht eine Helmtragepflicht. «Auch sonstige Schoner und Handschuhe empfehle ich», sagt Beni Nyffenegger. Für die Sicherheit ist jeder einzelne Nutzer verantwortlich, denn es wird dem Verein nicht möglich sein, zu kontrollieren, ob sich alle an die Vorschriften halten. Sie appellieren an die Selbstverantwortung.


Offizielle Eröffnung im Frühling

Für den Betrieb des Pumptracks ist der Verein «BikeAttrAktiv» verantwortlich. Man sei dabei, Ideen zu entwickeln, was auf der Anlage künftig alles angeboten werden soll. Zudem werde darüber nachgedacht, ob eine Person jeweils an einem fixen Abend vor Ort sein wird, um Anfängern erste Erfahrungen auf dem Pumptrack zu ermöglichen. Denn nicht alle würden es sich zutrauen, sofort loszufahren.

Bis zur offiziellen Eröffnung im Frühling wird der Verein dafür besorgt sein, das Gelände noch einzuzäunen, die Anlage zu begrünen, Tafeln und Abfalleimer aufzustellen. Brugg ist die erste Gemeinde im Kanton, die eine solche Freizeitanlage bieten kann. «Somit nehmen wir wie Zürich, Lugano oder Grenchen eine Vorreiterrolle ein», sind die Verantwortlichen überzeugt.

Der Brugger Pumptrack nimmt erste Formen an.

Der Brugger Pumptrack nimmt erste Formen an.

(26.10.2017)