Klar ist: Die Schulhaussanierung ist beschlossene Sache. An der Gemeindeversammlung im November 2017 haben die Stimmbürger Ja gesagt zum Kredit über 1,125 Mio. Franken für die Sanierung des Schulhauses. Die Bausubstanz und die Installationen aus den frühen 1980er-Jahren entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Aber: Eine Prüfung zeigte, dass die Liegenschaft insgesamt in einem guten Zustand ist.

Dennoch braucht es eine komplette Renovation. Die Gebäudehülle soll sanft renoviert werden. Sämtliche Installationen im Gebäude müssen erneuert und auf einen zeitgemässen Stand gebracht werden. Zudem müsse die Problematik mit dem rostigen Trinkwasser behoben werden, wie es damals in der Vorlage der Gemeindeversammlung hiess. Die Sanierung soll während des Schulunterrichts vonstattengehen.

Keine Diskussion an der Gmeind

Die Schulhaussanierung hat von Beginn weg auch die Erneuerung der im Untergeschoss untergebrachten Heizung vorgesehen. Der Gemeinderat schlug eine Gasheizung vor. Dem wurde an der Gemeindeversammlung zugestimmt. «Es wurde lediglich von einem Anwesenden gefragt, beziehungsweise angeregt, man solle doch wieder eine Holzschnitzelheizung einbauen», sagt Frau Gemeindeammann Ursula Berger auf Nachfrage der AZ. «Das Votum wurde aber nicht weiter aufgenommen. Es entstand keine Diskussion.»

In der Folge allerdings wurden im Dorf Unterschriften für die eingangs erwähnte Initiative gesammelt. «Die Initianten verlangen, dass die Gesamterneuerung der Heizung des Schulhauses nochmals überprüft wird, unabhängig von der Gesamtsanierung des Schulhauses», sagt Ursula Berger. «Sie befürworten eine Holzschnitzelheizung trotz der höheren Kosten.»

Die Frau Gemeindeammann betont, dass der Gemeinderat Birrhard bei der Schulhaussanierung am Zeitplan festhalten will. Heisst: Die Sanierung soll vor dem nächsten Winter abgeschlossen sein. Lediglich die dringend benötigte Erneuerung der Heizung sei von der Initiative betroffen. «Der Gemeinderat wird das Thema ‹Erneuerung der Heizung im Schulhaus› nochmals – mit Unterstützung von Fachkräften – behandeln und danach erneut zur Abstimmung bringen. Der genaue Zeitplan ist noch nicht bekannt», sagt Ursula Berger.