Brugg
Dank Erbschaft: Das Vermögen der Stadt Brugg ist so hoch wie noch nie

Das Nettovermögen der Stadt ist im vergangenen Jahr um fast 10 Mio. Franken angestiegen und beträgt neu 75,6 Mio. Franken. Unerwartetes führte zu einem erfreulichen Rechnungsabschluss.

Claudia Meier
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Brugg freut sich über den Geldsegen (Symbolbild)

Brugg freut sich über den Geldsegen (Symbolbild)

Keystone

«Das sind schöne Sorgen», sagte Finanzminister Leo Geissmann am Montagvormittag, als er den Rechnungsabschluss 2015 der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde Brugg den Medien präsentierte. Das Nettovermögen der Stadt sei mit 75,6 Mio. Franken so hoch wie noch nie. Ein Grund für den erneuten Anstieg ist, dass die Brugger IBB Gruppe per Ende 2015 ihr Darlehen über 7,5 Mio. Franken an die Stadt zurückbezahlt hat. «Wir können das Vermögen jetzt nicht einfach mit Investitionen abbauen», fuhr Geissmann fort.

Bei jeder Investition gelte es auch, immer die wiederkehrenden Kosten zu berücksichtigen. Mit der Schulraumplanung, diversen Strassensanierungen und der zweiten Renovationsetappe im Freibad stünden in den kommenden Jahren auf jeden Fall grosse Ausgabenposten auf dem Programm. Eine Steuerfusssenkung sei daher kein Thema.

Stadtrat Leo Geissmann und Stefan Huber, Leiter Finanzen, betonten, dass die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde (ohne Spezialfinanzierungen) mit einem negativen Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit von –2,3 Mio. Franken abschliesst. Gegenüber dem Budget entspricht dieses Resultat einer Verbesserung von 2,5 Mio. Franken, was grösstenteils auf das erfreuliche Steuerergebnis zurückzuführen sei.

Bei den natürlichen Personen konnten bei den Steuernachträgen aus den Vorjahren deutlich höhere Erträge erzielt werden. Auch die Aktiensteuern fielen 0,5 Mio. Franken höher als budgetiert aus. Erstmals kratze der Gesamtsteuerertrag an der 34-Mio.-Grenze.

Unerwartete Erbschaft

Mit 0,7 Mio. Franken unter den Budgeterwartungen liegt das Ergebnis von 4 Mio. Franken aus der Finanzierung. Grund dafür sind tiefere Erträge aus den Vermögensanlagen. Im ausserordentlichen Bereich ist erneut die Entnahme aus der Aufwertungsreserve in der Höhe von 3 Mio. Franken berücksichtigt. Diese Entlastung zugunsten des Gesamtergebnisses kann noch bis ins Jahr 2018 getätigt werden. Auch eine unerwartete Erbschaft aus dem Nachlass eines verstorbenen Brugger Einwohners in der Höhe von 220 000 Franken trug zum besseren Gesamtergebnis bei.

Auf der Ausgabenseite wurde das Budget im Bereich «Öffentliche Ordnung und Sicherheit, Verteidigung» um rund 0,5 Mio. Franken überschritten. Einerseits mussten höhere Beiträge an den Kindes- und Erwachsenenschutzdienst geleistet werden, andererseits waren die Kosten für die Kugelfangsanierung im Geissenschachen noch nicht im Budget berücksichtigt.

Die Abwasserbeseitigung schliesst mit einem operativen Gewinn ab von 52 829 Franken. Die Budgeterwartungen von 138 700 Franken konnten aufgrund höherer Unterhaltsarbeiten nicht erreicht werden. Die Abfallwirtschaft erzielt einen operativen Gewinn von 19 062 Franken (Budget: –56 600 Franken). Tiefere Material- und Entsorgungskosten führten zu diesem besseren Ergebnis.

Die Rechnung der Ortsbürgergemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 91 420 Franken (Budget: 6900). Auch der Bereich Waldwirtschaft schliesst mit 222 446 Franken besser als erwartet ab (Budget: 11 800).

Stadt Brugg

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