Riniken

Dank Brachland gefällts Meister Lampe wieder besser in Riniken

Das Zuhause des Feldhasen ist das Feld. Weil diese aber häufig so stark bewirtschaftet werden, fehlt dem Tier die Lebensgrundlage. In Riniken hat man Brachland geschaffen und so den Hasen geholfen. Symbolbild

Das Zuhause des Feldhasen ist das Feld. Weil diese aber häufig so stark bewirtschaftet werden, fehlt dem Tier die Lebensgrundlage. In Riniken hat man Brachland geschaffen und so den Hasen geholfen. Symbolbild

Ein zehnjähriges Projekt hat geholfen, die Feldhasenpopulation mehr als zu verdoppeln. Mit viel Einsatz und dank der Landwirte zählt der Hasenbestand in Riniken nun zwischen 10 bis 12 Tiere. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Sie brauchen Nahrung. Sie brauchen Platz. Und sie brauchen Verstecke, um sich vor ihren Feinden in Sicherheit zu bringen. Grundvoraussetzungen für ein Leben eines Feldhasen, die immer weniger vorhanden sind. Das zeigt sich logischerweise in der Population, die in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen ist. «Eine niedrige Population ist ganz klar ein Problem des Lebensraums», betont Heinz Dennler, Präsident der Jagdgesellschaften Riniken In der Gemeinde Riniken wollte man dieser Entwicklung entgegenwirken.

Landwirte ziehen am selben Strick

Im Jahr 2004 lancierte darum die Jagdgesellschaft Riniken ein Projekt für den Erhalt der Feldhasen. Der Gemeinderat und die Jäger diskutierten mit den Landwirten über Optimierungsmöglichkeiten. Denn diese müssen am gleichen Strick ziehen, um den Feldhasen zu helfen. Wie es der Name sagt, sind die Feldhasen eigentlich auf dem Feld zu Hause. Doch wie wollen sie Lebensraum finden, wenn praktisch sämtliches Land von Landwirten bewirtschaftet wird?

Die Landwirte jedenfalls hatten Gehör für das Anliegen der Jäger und des Gemeinderats. Die meisten sagten damals spontan zu und begannen, Brachflächen bereitzustellen. Für den wirtschaftlichen Verlust werden die Landwirte übrigens subventioniert. Entscheiden konnten die Bauern zwischen Verträgen, die Buntbrachen (mehrjährig) oder Rotationsbrachen (Brachen, die alle zwei Jahre wechseln) beinhalteten.

Einsatz lohnt sich

Der Einsatz der Bauern und der Jäger scheint sich gelohnt zu haben. Im Jahr 2004 zählte Heinz Dennler zwischen 0 bis 3 Hasen. Zu Beginn des Projekts stieg diese Zahl nicht weiter. In den letzten 5 bis 6 Jahren allerdings veränderte sich der Bestand: Fortlaufend zählten die Jäger mehr Hasen. Zuerst 6 bis 8. «Während der Referenzkontrollen in diesem Jahr im März und April zählten wir gar 10 bis 12 Feldhasen», sagt Heinz Dennler. Er stützt sich dabei auf die standardisierte Scheinwerfer-Taxation, wie sie von der Jagdverwaltung vorgegeben ist.

Kleine Fuchspopulation hilft

Die Gründe für den Zuwachs der Feldhasen-Population gibt es viele. «Da sind zuerst einmal die Brachflächen, die natürlicher Lebensraum der Hasen sind, wo sie auch Nahrung und Schutz finden», erklärt Heinz Dennler. «Dazu kommt, dass die Fuchspopulation momentan relativ klein ist und die Witterung in den letzten Frühlingen günstig war für die Feldhasen.» Nun soll das Projekt weitergeführt werden. «Wir bitten die Bauern darum, uns weiterhin zu unterstützen», sagt Heinz Dennler. Wichtig sei dies auch für andere Tierarten. So würden beispielsweise Insekten und Schmetterlinge von den Brachen profitieren. Damit soll der Fortbestand, beziehungsweise die Vermehrung der Feldhasen, gesichert werden. Ganz im Gegensatz zum restlichen Teil des Kantons, wo die Population stetig abnimmt.

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