Villigen
Damit es nicht zu gröberen Schäden kommt

Sanierungsarbeiten sind schon einige ausgeführt worden im alten Schul- und Gemeindehaus Stilli. Geplant ist eine nächste Etappe für 237000 Franken.

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Das markante alte Schul- und Gemeindehaus prägt das Erscheinungsbild des Ortsteils Stilli. (Archiv)

Das markante alte Schul- und Gemeindehaus prägt das Erscheinungsbild des Ortsteils Stilli. (Archiv)

Michael Hunziker

Die Fassade des alten Schul- und Gemeindehauses im Villiger Ortsteil Stilli soll rundum saniert und neu gestrichen werden. Sorge zu tragen sei der schutzwürdigen Schindelfassade, den ortstypischen Fensterläden sowie dem Naturstein im Eingangsbereich, hält der Gemeinderat fest und fügt an: «Eine längere Aufschiebung der Sanierung könnte zu gröberen Schäden führen.»

Das denkmalgeschützte Schul- und Gemeindehaus mit der angegliederten Turnhalle prägt das Erscheinungsbild des Ortsteils Stilli, führt die Behörde weiter aus. Das markante Gebäude sei «nach wie vor der Mittelpunkt des kulturellen Lebens».

Die Fenster wurden ersetzt

Der altehrwürdige Bärensaal und der Dachsaal, so die Behörde, werden von der Gemeinde und den Vereinen genutzt. Ein grosser Teil des Gebäudes ist fremdvermietet. Eine erste Teilsanierung wurde 2010 ausgeführt. Ersetzt wurden insbesondere die Fenster.

Für die Erneuerung der Fassade entscheiden die Stimmberechtigten über einen Kredit von 237'000 Franken. Das Vorhaben ist im langfristigen Investitionsplan der Gemeinde vorgesehen. Da sich geplante Bauprojekte wie die Ortsdurchfahrt und das Reservoir «Cheestel» zeitlich verzögern, ist es laut Gemeinderat und Verwaltung sinnvoll, diesen Unterhalt jetzt auszuführen.

Überdies zur Diskussion stehen an der Gemeindeversammlung am Donnerstag, 22. November, drei Einbürgerungen, das geänderte Personalreglement der Gemeinde, die Erhöhung des Wasserpreises von Fr. 1.20 auf Fr. 1.70 pro Kubikmeter, die Revision der Bau- und Nutzungsordnung sowie das Budget 2019 mit einem unveränderten Steuerfuss von 87 Prozent.

Das Budget weist einen Umsatz von 11,06 Mio. Franken aus (Vorjahr 10,62 Mio. Franken). Der markante Anstieg ist gemäss Gemeinderat zurückzuführen auf die Funktionen allgemeine Verwaltung, soziale Sicherheit und die Wasserversorgung. Das Gesamtergebnis der Erfolgsrechnung beträgt 205 830 Franken, die Entnahme aus der Aufwertungsreserve beläuft sich auf 398'700 Franken.

2020 soll Steuerfuss steigen

Der Gemeinderat beabsichtigt «weiterhin haushälterisch mit den Finanzen umzugehen, ohne die Investitionen in die Infrastruktur zu vernachlässigen». Die Verschuldung steige in der Planperiode 2018–2028 an und erreiche per 2021 den Höchststand von 4904 Franken pro Einwohner. «Diese liegt deutlich über dem Richtwert des Kantons.» Aber: Mit den geplanten Massnahmen zeichne sich die angestrebte Schuldenreduktion ab.

Die Anpassung des Steuerfusses per 2020, fährt die Behörde fort, sei notwendig und gewährleiste der Gemeinde das mittelfristige Haushaltsgleichgewicht. Auch nach einer Erhöhung weise die Gemeinde einen attraktiven Steuerfuss auf. (mhu)

Gemeindeversammlung am Donnerstag, 22. November, 20 Uhr, Trotte.