Brugg

Da würde sich sogar «Bauernkönig» Laur freuen

Gestern erfolgte der Spatenstich für die Wohn- und Büroüberbauung Laur-Park des Schweizerischen Bauernverbandes. Insgesamt 23 Wohnungen entstehen auf dem Areal und ein dreistöckiges Bürogebäude.

«Jetzt erfolgt ein Aufbruch zu Neuem», erklärte gestern Hansjörg Walter, der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes, beim Spatenstich für die Überbauung Laur-Park in Brugg. Tatsächlich ist der Aufbruch rund ums Haus des Schweizer Bauern unübersehbar. Die Baracke, in der das Bau- und Architekturbüro des Bauernverbandes untergebracht war – «das Gebäude beruhte auf dem Konzept für einen Schweinestall», sagte Hansjörg Walter – ist bis auf die Grundmauern abgetragen. Und das grüne Häuschen, das einst das Schweizer Heimatwerk und später einen Internet-Provider beherbergt hatte, ist zum Teil abgebrochen.

Spatenstich Laur-Überbauung

Spatenstich Laur-Park

Büros und 23 Wohnungen

Die beiden Gebäude müssen der Überbauung Laur-Park weichen. Die Überbauung, die vom Büro pool Architekten (Zürich) konzipiert worden ist, wird neben zwei dreigeschossigen Wohngebäuden ein dreigeschossiges Büro- und Wohngebäude sowie eine Tiefgarage mit 59 Parkplätzen umfassen. Insgesamt entstehen 23 Wohnungen. Bauherr für das Vorhaben, in das rund 19 Millionen Franken investiert werden, ist das Konsortium Laur-Park, hinter dem der Bauernverband, die Stiftung Haus des Schweizer Bauern, die Krankenkasse Agrisano sowie die Pensionskassenstiftung der Angestellten der Schweizer Landwirtschaft stehen. «Hinter dem Baubeginn liegt ein langer Prozess», stellte Hansjörg Walter fest. «Ausgelöst worden ist dieser Prozess durch die Absicht, das wertvolle Areal am Rand der Altstadt besser zu nutzen.» Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Bau budgetkonform, unfallfrei und termingerecht verlaufen werde.

«Wichtiger Moment für Brugg»

«Auch für den Stadtrat ist der Spatenstich ein wichtiger Moment», betonte der Brugger Vizeammann Martin Wehrli. «Wir sind glücklich, mit dem Bauernverband eine der grössten Institutionen der Schweiz in Brugg zu wissen.» Mit dem Laur-Park, so Martin Wehrli, sei auf vorbildliche Art ein Projekt entstanden, das Rücksicht auf den städtebaulichen Kontext nehme und aufzeige, welche Potenziale in der Übergangszone zur Altstadt bestehen würden. Er dankte dem Bauernverband auch für die Bereitschaft, zur Neufestlegung der Parzellengrenzen, was eine Verbesserung beim geplanten Pausenplatz des Stapferschulhauses ermöglicht.

Andreas Sponderegger von pool Architekten, ging auf Ernst Laur ein, dem die Überbauung den Namen verdankt, und auf die städtebaulichen und architektonischen Herausforderungen des Projektes. Zum Büro- und Wohngebäude, das als Holzkonstruktion erstellt wird, erklärte er: «Wir hoffen, dass dieses Gebäude auch Vorbild dafür wird, dass man auch Bürohäuser in Holz bauen kann.»

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