Schinznach-Dorf

«Da isch de Spielplatz, endlich isch alles guet»

Am Samstag wurde nach drei Jahren Vorbereitungszeit der neue Kinderspielplatz auf der Feldschen in Schinznach-Dorf feierlich eingeweiht.

«Gut Ding will Weile haben». So umschrieb es bei der Einweihung am Samstag in Schinznach-Dorf Gemeindeammann Urs Leuthard. Nach drei Jahren Vorbereitungszeit eröffnete am Wochenende der neuerstellte Spielplatz auf der Feldschen in Schinznach-Dorf. Im «Felschen-Spielplatz-Lied», das die Kinder vortrugen, heisst es: «Da isch de Spielplatz, endlich isch alles guet».

«Es war ein langer Weg, von 2015 bis 2018, aber jetzt sind wir alle stolz darauf, dass wir es hinbekommen haben», sagte bei der Eröffnung Ivana Faes, Präsidentin des Elternverein Schinznach und Umgebung. Zusammenzuhalten und am gleichen Strick zu ziehen, habe sich in diesem Fall ausgezahlt, betonte sie. Jetzt sei auf der Feldschen der «perfekte Ort» entstanden – als Begegnungsort für alle Generationen und das «auch noch mitten im Grünen». Ivana Faes dankte der Bevölkerung für Spenden und das freiwillige Engagement.

Ein Kuchen als Honorar

Ihr besonderer Dank ging an Felix Naef von Naef Landschaftsarchitekten aus Brugg. Ohne ihn und seinen Sachverstand hätte das Projekt nicht verwirklicht werden können. «Er war uns immer Ideengeber und Mutmacher.» Als «Honorar» nahm Naef am Samstag einen Kuchen entgegen.

Auch Leuthard betonte, wie sehr das Projekt mit dem Einstieg Naefs an Fahrt gewonnen habe. Zuvor sei es «nur schleppend vorangekommen.» Leuthard räumte ein, dass das Vorhaben anfangs seitens des Gemeinderats auf wenig Gegenliebe gestossen sei: «Wir waren der Meinung, dass es schon genügend Spielmöglichkeiten für Kinder in Schinznach gibt, liessen uns dann aber von den Argumenten des Elternvereins überzeugen." Dennoch galt es, viele Details zu klären: Standort, Ausstattung, Geräte, Sicherheit. Mit zur langen Vorbereitungsphase haben auch Einsprachen beim Baugesuch beigetragen. Mit einem Benutzungsreglement konnten diese aus dem Weg geschafft werden.

Der Bau ging schnell über die Bühne

Antrag an der Herbstgemeinde 2015, Einweihung am Samstag – das sind die Eckdaten des Projekts Spielplatz auf der Feldschen. Wobei der Bau dann doch vergleichsweise schnell über die Bühne ging: von Mitte bis Ende August. Der Elternverein geht von Kosten in Höhe von 27 000 Franken aus. Den Grossteil davon, rund 20 000 Franken, decken von ihm selbst eingeworbene Spenden und Fronarbeit. Alle trugen dazu bei, das Geld zu beschaffen, auch die Kinder selbst, die Kuchen verkauften oder Selbstgebasteltes.

Auch der Jurapark Aargau hat zur Bereicherung des Spielplatzes beigetragen. Dieser spendete die «Perimuk-Wippe», an der das Maskottchen des Jurapark angebracht ist. Anna Hoyer, Projektleiterin Umweltbildung und Natur beim Jurapark und selbst Schinznacherin, nannte den neuen Spielplatz einen «Ort zum Wohlfühlen».

Dass sich die Kinder dort wohlfühlen, konnten die Festbesucher am Samstag beobachten. Kaum hatte Gemeindeammann Urs Leuthard den Countdown beendet, stürmten sie auch schon die brandneuen Spielgeräte. So bildeten sich an Rutsche, Schaukel und Wasserbrunnen lange Warteschlangen, während sich die Erwachsenen am Apéro, an Live-Musik und Seiltanz-Aufführungen erfreuten.

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