Windisch
Credit Suisse investiert in Überbauung Fehlmannmatte

Die Suche nach Investoren für die Überbauung Fehlmannmatte in Windisch ist erfolgreich verlaufen: Die Credit Suisse steigt als Grossinvestor – und alleiniger Investor – in das Projekt ein.

Edgar Zimmermann
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Projekt Überbauung Fehlmannmatte:

Projekt Überbauung Fehlmannmatte:

Edgar Zimmermann

Mitte Dezember letzten Jahres vermeldete die az Aargauer Zeitung, dass die Baubewilligung für die Überbauung Fehlmannmatte erteilt und rechtskräftig geworden ist und die Senn BPM AG, St. Gallen, das Areal erworben hat.

Die Gemeinde erhielt zum vereinbarten Landpreis von 7,278 Millionen Franken noch einen Bonus von 570 904 Franken aufgrund der besseren Ausnutzungsmöglichkeit.

Nach dem Erwerb der Fehlmannmatte durch die Gemeinde hatte das Areal in der Einwohnerschaft aufgrund des Kaufpreises die Bezeichnung Millionenmatte erhalten. Nun erweist sich das Land auch beim Verkauf wieder als Millionenmatte.

Speditives Planungsverfahren

In den letzten Wochen ist für die Bauherrschaft auch die Suche nach Investoren erfolgreich verlaufen. Als Grossinvestor - und alleiniger Investor - steigt die Bank Credit Suisse ein. Somit steht einem baldigen Baubeginn nichts mehr im Weg. Bauherrin bleibt die Senn BPM AG. Dieser Tage werden die Erdaufschüttungen, die im Zuge der archäologischen Untersuchungen entstanden sind, mit Lastwagen abtransportiert. Iso Senn, Geschäftsführer der Senn BPM AG, ist erfreut über den speditiven Verlauf des Planungsverfahrens. Er windet den Instanzen von Gemeinde und Kanton und der Kantonsarchäologie ein Kränzchen für die hervorragende Zusammenarbeit.

«Optimale Lage»

Der Baubeginn wird diesen Frühling erfolgen - im Jahr 2014 sollen die letzten Bauten bezugsbereit sein. Entstehen werden 51 Eigentumswohnungen sowie 89 Mietwohnungen mit zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern, aber auch Gewerbe- und Büroräumlichkeiten. Die Ausschreibung ist gestartet; das Interesse sei, so Senn, bereits jetzt beachtlich. Dies erstaunt ihn nicht, denn «die Lage ist optimal und zentral; zu Fuss ist man einen Katzensprung vom Bahnhof Brugg und von den Einkaufsmöglichkeiten entfernt, die Umgebung ist attraktiv und die Überbauung selber grosszügig, von hoher Qualität und Funktionalität und in einen Park eingebettet». Auch die Autobahnanschlüsse sind in kurzer Distanz erreichbar.

In einer ersten Etappe wird die Westhälfte des zwischen Klosterzelg-, Hauser- und Römerstrasse liegenden Areals mit kleineren Zeilenbauten, die Eigentumswohnungen aufnehmen, realisiert, ebenso die unterirdische Parkhalle. In der letzten Etappe folgt die Osthälfte. Hiefür müssen die Einfamilienhäuser an der Hauserstrasse abgebrochen werden; seitens der Eigentümer besteht Interesse am Einzug in eine Eigentumswohnung. Der Kanton wird im Zuge dieser Etappe die Hauserstrasse etwas westwärts verlagern, verbreitern und mit einem bepflanzten Mittelstreifen versehen, analog der Neugestaltung der Zürcherstrasse.

Forum, Magazinräume, Campus?

Die archäologischen Grabungen sind auf dem Hauptareal weitgehend abgeschlossen, werden aber in den Bereich der Einfamilienhäuser ausgedehnt, da auch hier Spuren von römischen Bauten erwartet werden. Vielleicht ergeben sich dabei doch noch klarere Hinweise, was sich auf der Fehlmannmatte im und um das riesige Steingebäude befunden haben könnte - ob doch das Forum, Magazinräume oder der Exerzierplatz, römisch Campus genannt.