«Herrreinspaziert» hiess das erste Lied, das die rund 40 Sänger und die zwei Sängerinnen des Chors Schenkenbergertal und des Männerchors Bözen gemeinsam vortrugen. Es stammt aus der Operette «der Schätzmeister» und kann als Motto des Abends bezeichnet werden.

Armin Käser, Präsident der Schenkenberger, war schlicht begeistert ob der zahlreich erschienenen Zuschauerinnen und Zuschauer. Die reformierte Kirche in Schinznach-Dorf war am Sonntagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Auf dem Programm standen neben klassischen Stücken wie «Abschied vom Walde» von Felix Mendelssohn Bartholdy und «Die Nacht» von Franz Abt auch Volksweisen wie «Sehnsucht, das Lied der Taiga» oder «La Montanara» von Toni Ortelli. Letzteres wurde von beiden Chören zusammen vorgetragen. Unterschieden werden konnten die Sänger durch die verschiedenen Krawatten: Die Schenkenberger trugen reines Gelb, die Bözer hatten sich für gelbschwarz-gestreift entschieden. Viel Begeisterung, Applaus und eine Zugabe löste der «Flieger-Marsch» aus der Operette «Der fliegende Rittmeister» aus.

Hereinspaziert: Chorkonzert Chor Schenkenbergertal und Männerchor Bözen

Hereinspaziert: Chorkonzert Chor Schenkenbergertal und Männerchor Bözen

Ausschnitte aus dem Konzert.

Tina Kupprat, Dirigentin des Männerchors Bözen, ist auch ausgebildete Konzertsängerin. Sie trug als Solistin einige der Zigeunerlieder von Johannes Brahms und «Von der Puszta will ich träumen» (aus «Der Blaufuchs») vor und sorgte damit für Gänsehautmomente in der Kirche. Begleitet wurden sie und auch die Chöre von Boyan Kolarov, der 2015 sein Doktorat in Kammermusik-Klavier an der Nationalen Musikakademie in Sofia erfolgreich absolviert hat und die Bözer Sänger schon länger unterstützt. Auch die Schenkenberger Sänger verfügen über eine versierte Dirigentin. Erika Riedo steht dem Chor bereits seit 2007 vor. Moderiert wurde der Abend von Christina Basler aus Bözen.

Armin Käser und Werner Pfister, Präsident des Bözer Männerchors, waren sich einig: «Die Zusammenarbeit ist erfreulich.» Beide Chöre seien aufgrund der eher knappen Mitgliederzahl nicht mehr in der Lage, alleine ein abendfüllendes Konzert zu stemmen. Während die Schenkenberger schon seit Jahren auf Nachwuchsmitglieder hoffen, können die Bözer immerhin einige wenige Neuzugänge ausweisen. Auch hier waren die beiden Präsidenten einer Meinung: «Weitere Sänger und auch Sängerinnen sind jederzeit herzlich willkommen.»

Am Sonntag, 4. November, treten die beiden Chöre nochmals zusammen auf. Das Konzert findet statt um 17 Uhr in der Kirche Bözen. Der Eintritt ist frei.