Campussaal
Campussaal: Streiten Brugg und Windisch um 2000 Franken?

Der Neujahrsempfang für Unternehmer soll bei den Patronatsgemeinden für Ärger gesorgt haben.

Claudia Meier
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Der Campussaal von Brugg/Windisch.

Der Campussaal von Brugg/Windisch.

Aargauer Zeitung

Der Brugger Richard Fischer verwendet deutliche Worte, wenn es darum geht, das angespannte Verhältnis zwischen der Stadt Brugg und der Gemeinde Windisch zu beschreiben.

Das jüngste Beispiel, so scheint es, ist ein Hick-Hack im Anschluss an den gemeinsam organisierten Neujahrsempfang für Unternehmer, der am 5. Januar im Campussaal stattfand. «Die reiche Prophetenstadt Brugg streitet sich mit dem schuldenbelasteten Windisch um 2000 Franken für den gemeinsam durchgeführten Unternehmer-Apéro!», schreibt Fischer in seinem Leserbrief, der vor einer Woche im «General-Anzeiger» erschien.

Warum sind sich die beiden Kommunen nicht einig? Wurde der Kostenteiler nicht im Vorfeld festgelegt?

Die Gemeinde Windisch und die Stadt Brugg führten den Unternehmer-Anlass erst zum zweiten Mal gemeinsam im Campussaal durch. Die Räumlichkeiten können die beiden Patronatsgemeinden bekanntlich mietfrei nutzen.

Kosten entstehen für den Gebrauch der Infrastruktur, das Personal und den Apéro. Wo liegt also das Problem?

Nirgends, wenn es nach der Gemeinde Windisch und der Stadt Brugg geht. Stadtschreiber Yvonne Brescianini beantwortet die Medienanfrage «nach Absprache mit der Gemeinde Windisch» wie folgt: «Der zweite von Windisch und Brugg gemeinsam durchgeführte Unternehmer-Anlass war ein voller Erfolg. Die Gäste aus Brugg und Windisch haben den Anlass sehr geschätzt und sowohl zum Referat von Martin Gautschi als auch zum von der Aargauischen Kantonalbank (AKB) gesponserten Apéro positive Rückmeldungen gegeben.»

Zwischen den beiden Gemeinden gebe es keine Differenzen zur Kostentragung. Sie sehen vor, den Anlass im Jahr 2017 wieder gemeinsam durchzuführen.

AKB-Mediensprecherin Ursula Diebold bestätigt das Sponsoring des erwähnten Apéros und sagt: «Wie bereits seit mehreren Jahren haben wir auch dieses Jahr den Unternehmer-Apéro gesponsert.»

Der Sponsoringbeitrag decke die Kosten für den gesamten Apéro ab. Wie hoch der Betrag ist, gibt die AKB allerdings nicht bekannt. Die Bank hat den Apéro im Campussaal zum zweiten Mal finanziert. Zuvor profitierte jeweils einzig die Stadt Brugg von der AKB-Unterstützung für ihren Anlass im Salzhaus.

Ist der im Leserbrief von Richard Fischer erwähnte Streit also nur ein Sturm im Wasserglas?

Fischer verneint und betont, dass er diese Info aus absolut zuverlässiger Quelle habe. Er bedauert, dass sich das Verhältnis zwischen Brugg und Windisch in den letzten zwei, drei Jahren verschlechtert hat.

Diese Entwicklung ist auch anderen Beobachtern aufgefallen. Stadtschreiber Yvonne Brescianini betont indessen, dass der nächste gemeinsame Neujahrsempfang für Unternehmer am Dienstag, 10. Januar 2017, im Campussaal stattfinden wird.

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