Brugg-Windisch

«Campus IceDream»: Die Chancen für eine zweite Runde stehen gut

Vorweihnachtlicher Schlittschuh-Zauber: Ein seltenes Vergnügen, dass von den grossen und kleinen Besuchern nur zu gern angenommen wird.

Vorweihnachtlicher Schlittschuh-Zauber: Ein seltenes Vergnügen, dass von den grossen und kleinen Besuchern nur zu gern angenommen wird.

Mehr als 2000 Besucher können nicht irren: Die Kunsteisbahn auf dem Fachhochschul-Campus ist ein voller Erfolg. Für die letzten Wochen des kühnen Studenten-Projekts dürfen sich Gäste noch auf einige Überraschungen freuen.

Kichernd drehen drei Schulfreundinnen ihre Runden auf dem Eis. Ein kleines Mädchen hält die stützende Hand seines Vaters, tippelt etwas wacklig über die glatte Fläche und landet prompt auf dem Hosenboden. «Nichts passiert!», lacht es vergnügt, als der besorgte Papi ihm sogleich wieder auf die Beine hilft.

Noch ist es früher Nachmittag und idyllisch ruhig auf der Kunsteisbahn beim Fachhochschul-Campus. Doch schon in wenigen Stunden werden sich Dutzende Besucher auf dem Eisfeld tummeln, bei den Chalets mit Punsch und Glühwein aufwärmen oder beim geselligen Fondueplausch im Festzelt entspannen.

Wird rege genutzt: Das Eisfeld auf dem Fachhochschul-Campus.

Wird rege genutzt: Das Eisfeld auf dem Fachhochschul-Campus.

Eisfeld schafft Annäherung

Das Projekt «Campus IceDream», das von zwei Studentinnen der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) geplant und von aktuell Studierenden umgesetzt wurde, läuft noch bis zum 10. Januar. Doch bereits jetzt zeichnet sich der grosse Erfolg des kühnen Unternehmens ab. «Wir zählen bereits mehr als 2000 Eintritte», freut sich Stephan Burkart, Dozent und Leiter Praxistransfer an der FHNW. Stolz fügt er an: «Alleine am ersten Sonntag nach Projektstart besuchten rund 400 Besucher das Eisfeld.» Bei Schulklassen ist das Angebot besonders beliebt. Für sie wird die Eisbahn gegen einen Pauschalbetrag auch am Vormittag geöffnet.

Der «Campus IceDream» ist in kurzer Zeit zu einem beliebten Treffpunkt in der Region avanciert. Und genau das sei auch der Leitgedanke hinter dem Projekt, wie Burkart erläutert: «Während der Sommermonate ist der Campus voller Leben, eine richtige Begegnungsstätte. Im Winter hingegen ist hier kaum etwas los». Die Kunsteisbahn soll das Hochschulgelände beleben und gleichzeitig eine Annäherung zwischen dem Studienbetrieb und der übrigen Bevölkerung schaffen.

Zweite Auflage hat gute Chancen

Doch nicht nur für die Besucher ist das 10 mal 30 Meter grosse Eisfeld eine Bereicherung, sondern vor allem auch für die Betriebswirtschaftsstudierenden Valentina Lokoska, Marko Lukic und Martin Oeschger. Sie wurden von Stephan Burkart mit der Durchführung des Projekts betraut und lernen so Wertvolles für ihre berufliche Zukunft. «Die Studierenden kümmern sich um Marketing und Kommunikation, organisieren das Rahmenprogramm und stehen mit Lieferanten und den Gemeinden in Kontakt», erklärt Burkart. Auch die übrigen FHNW-Studenten profitieren vom «Campus IceDream». Sie können sich für einen bezahlten Arbeitseinsatz an der Schlittschuhausgabe oder den Verkaufsständen melden.

Bis zum Abschluss des Projekts haben die Studenten noch viel vor. Ab kommender Woche soll eine Eisbar das gastronomische Angebot ergänzen. Für den 30. Dezember und den 7. Januar ist zudem je eine abendliche Eisdisco geplant. Ob die Kunsteisbahn auf dem FHNW-Campus auch nächstes Jahr wieder für regen Betrieb sorgt, wird zwar erst noch entschieden. Burkart fügt aber mit einem Augenzwinkern hinzu: «Bis jetzt steht einer zweiten Auflage des Projekts nichts im Wege.»

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