Lebhaft geht es zu beim Eisfeld auf dem Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch. Zahlreiche Kinder und Jugendliche gleiten an diesem Dezembernachmittag über das Eis. Die einen mehr, die anderen weniger geübt und manche werden von ihren Freunden auf den Seehunde-Eislaufhilfen über die glatte Oberfläche geschoben.

Währenddessen stehen die Erwachsenen an der Bande und beobachten das bunte Treiben oder unterhalten sich auf der gedeckten Terrasse des gemütlichen Chalets bei Speis und Trank. Einige versuchen sich im Eisstockschiessen. «Spielt ihr besser, seid ihr Glühwein getrunken habt?», will ein Zuschauer von einem der Spieler wissen. Worauf dieser schlagfertig entgegnet: «Nein, aber dafür unsere Gegner auf einmal.»

Es ist der dritte Winter, in dem die Kunsteisbahn auf dem Campus steht. Das Konzept dazu stammt aus der Bachelor-Arbeit von Studierenden. Neu sind dieses Jahr neben dem Namen «Campus-Eiszeit» der Ausbau der Öffnungszeiten und die Vergrösserung des Eisfelds auf eine Fläche von 25 auf 15 Meter.

Besucherzahlen verdoppelt

Die Erneuerungen hätten sich bewährt, findet Stephan Burkart, Dozent und Leiter Praxistransfer an der FHNW. Er betreut das Eisfeld seit den Anfängen 2015. Jetzt, wo die Eisfläche grösser sei, könne auch mal ein Teil abgesperrt werden, zum Beispiel fürs Eisstockschiessen, ohne dass das Schlittschuhlaufen beeinträchtigt wird. Die geänderten Öffnungszeiten hätten sich positiv auf den Gastrobereich ausgewirkt. Ein voller Erfolg seien auch die Eisdisco, der Besuch des Samichlauses und das Pondhockeyturnier gewesen.

Burkarts positives Zwischenfazit wird durch die Besucherzahlen bestätigt. 15 000 Menschen kamen letztes Jahr. Diese Zahl wird voraussichtlich auch heuer wieder erreicht, denn bisher sind ungefähr gleich viele Eintritte gezählt worden wie 2016 um dieselbe Zeit. Im Eisstockschiessen und im Gastrobereich haben sich die Besucherzahlen sogar verdoppelt.

«Das Campus-Eiszeit-Projekt ist nun erwachsen geworden», freut sich Burkart. Daran haben auch die Besucher Freude. «Es macht Spass», sagt Melike Günay, 14, die mit ihrer kleinen Schwester Schlittschuh läuft. Ihr gefällt es, dass das Eisfeld jetzt grösser ist als im letzten Jahr. Auch Leyla Moor, 10, findet lobende Worte: «Das ist richtig cool. Ich habe hier sogar zwei neue Kolleginnen gefunden.»

Campus-Eiszeit dauert noch bis zum 14. Januar und soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. Dann soll der Gastrobereich für Rollstuhlfahrer besser zugänglich gemacht werden.