Brugg-Windisch

Campus: «Eigentlich ist alles normal, nur ein bisschen weniger als sonst»

Zwar ist der Campus im Sommer weniger belebt als üblich, doch diese Tischchen werden bald besetzt sein.

Zwar ist der Campus im Sommer weniger belebt als üblich, doch diese Tischchen werden bald besetzt sein.

Genau wie viele Menschen pausiert auch der Campus Brugg-Windisch im Sommer. Völlig ausgestorben ist er gleichwohl nicht. Es passiert in- und ausserhalb in der nächsten Zeit sehr wohl noch einiges, wie unsere kleine Sommerserie verrät.

Fast ein bisschen trostlos steht er da im Regen – der mächtige Campus in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Brugg. Normalerweise ist der Platz voller Leben. Studierende und Dozierende wuseln umher und «füllen» auch das Innere der Gebäude mit Gesprächen. Alle Prüfungen sind vorbei – der Juli hat nicht gerade mit einladendem Wetter gestartet: Heute ist der Platz vor dem Campus fast menschenleer.

Die Mensa füllt sich langsam

Nur hin und wieder huscht eine Gestalt schnell in oder aus dem Campus. Auch das Innere scheint nicht belebter zu sein. Leere Gänge empfangen den Besucher. Kurz vor dem Mittagessen ist kaum ein Gespräch, in der sonst meist vollen Mensa, zu hören.

An einem Tisch sitzt eine kleine Gruppe von Studierenden. Sie haben wohl gerade ihre letzte Prüfung hinter sich gebracht. Es geht mittlerweile auf 12 Uhr zu und tatsächlich: Die Mensa füllt sich langsam. Das reduzierte Angebot der Restaurationsbetriebe scheint immer noch verlockend genug zu sein.

Es sind aber bei weitem nicht alles Studierende oder Dozierende: An einem Tisch hat sich eine Gruppe Strassenarbeiter niedergelassen und an einem anderen sitzen Träger von Anzügen mit Pins von ihrer Bank am Revers.

Die Campus-Bar ist nicht völlig ausgelastet. Etwa ein Dutzend Kaffee schlürfende junge Menschen sitzen hier zusammen in kleineren Grüppchen. Die Gespräche sind aber zu dürftig, um im Raum eine wirkliche Bar-Atmosphäre zu erzeugen. Die Bibliothek hat wie die Restaurationsbetriebe ein reduziertes Angebot. Das drückt sich jedoch nicht etwa in weniger Büchern aus, sondern in kürzeren Öffnungszeiten.

«Eigentlich ist alles normal, nur ein bisschen weniger als sonst», sagt Erika Schmid, Bibliothekarin. Es kommen weniger Studenten, aber dafür sind zu Beginn der Sommerferien mehr Lehrpersonen hier. «Viele bereiten das nächste Schuljahr jetzt schon vor», erklärt die Bibliothekarin weiter.

«Es gibt immer etwas zu tun»

Die Arbeitsplätze für Studierende im ersten Stock sind kaum besetzt. An den sieben Tischen mit je zwölf Plätzen sitzen fünf Personen. «Im Moment läuft im Campus nichts», erklärt mir ein Studierender.

Er ist mit einer Gruppe von Studenten unterwegs Richtung Mensa. «Trotzdem treffen wir uns stets hier. Es gibt fast immer etwas zu tun – seien das die letzten Prüfungen oder die Bachelor-Arbeit», sagt ein anderer aus der Gruppe. Sie gehen weiter – und wirken fast ein bisschen verloren im grossen Campus.

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