Campus Brugg-Windisch

Café crème hat 50 Rappen aufgeschlagen: Restaurant-Manager Urs Schär über die neue Campus-Bar

Restaurant-Manager Urs Schär sitzt an der neuen Bar.

Restaurant-Manager Urs Schär sitzt an der neuen Bar.

Im Campus Brugg-Windisch ist die Bar nach sieben Jahren umgebaut worden. Restaurant-Manager Urs Schär spricht über die Neuigkeiten und den Ersatz für den Starbucks-Automaten.

Die rote Wand ist verschwunden, der Eingangsbereich im Gebäude 5 auf dem Campus Brugg-Windisch wirkt hell und luftig: Rechtzeitig auf den Beginn des Herbstsemesters haben die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und die für den Gastrobetrieb zuständige SV Group die Campus-Bar umgebaut und im Restaurant kleine Anpassungen vorgenommen.

Neu ist die Bar auf allen vier Seiten offen. Angeboten werden Snacks und Getränke. Es sei ­darum gegangen, den Standort aufzuwerten und auf die gesellschaftlichen Trends zu reagieren, sagt Restaurant Manager Urs Schär. Er sitzt auf einem Hocker an der Bar und trinkt Kaffee. Das Personal trägt – wie seit dem 1. September alle Leute in den FHNW-Gebäuden – eine Schutzmaske. Der Kaffee wird an einer Barista-Maschine mit frisch gemahlenen Fairtrade-­Bohnen zubereitet und in der Porzellantasse auf einem Silbertablet serviert. Auf Wunsch können Cappuccino oder andere Milchgetränke lactosefrei zubereitet werden. Zum Espresso gibt es neu ein Glas Wasser. Das hat seinen Preis: Café crème, der an der Bar serviert wird, kostet nun Fr. 2.40 und nicht mehr Fr. 1.90 wie bisher.

Drei Maschinen anstelle eines Starbucks-Automaten

Wer den günstigeren, nicht Fairtrade Kaffee im Wegwerfbecher bevorzugt, kann an eine gegenüber stehende Kaffeemaschine ausweichen und sich selber bedienen. Dort ist ein Starbucks-­Automat drei konventionellen Kaffeemaschinen gewichen. Auch in den oberen Etagen wurden Kaffeeautomaten mangels Nachfrage entfernt.

Es gilt: Wer sein Getränk beim Restauranteingang selber an der Maschine bezieht, zahlt den alten Preis. An der Bar ist zwar jedes Warmgetränk teurer als früher, aber im Vergleich zu den üblichen Restaurantpreisen nach wie vor sehr günstig. Das dürfte nicht nur die Studierenden freuen, sondern auch die kostenbewussten Senioren.

Abläufe wurden optimiert und die Kapazität erhöht

Das Campus Restaurant und die Bar sind seit sieben Jahren in Betrieb. Laut FHNW-Sprecher Sandro Nydegger sollten die baulichen Anpassungen im Gastrobereich bereits letztes Jahr realisiert werden: «Aus terminlichen Gründen hat es nicht geklappt.» Mit den nun getroffenen Massnahmen wurden die Abläufe optimiert und die Kapazität erhöht. «Zusätzlich können durch diese Anpassungen in der aktuellen Phase die Abstände viel besser gewährleistet werden», so Nydegger. Zusammen mit der SV Group sei für die Modernisierung des Gastrobereichs ein mittlerer sechsstelliger Betrag ausgegeben worden. Das Budget von Seiten der FHNW betrug rund 300000 Franken. Der Kostenteiler mit der SV Group wird nicht kommuniziert.

Um im Restaurant die Covid-19-Gastro-Bestuhlung umzusetzen, mussten ein paar ­Tische und Stühle ins Lager verschoben werden, sodass derzeit 100 Plätze weniger als vor der Coronakrise zur Verfügung stehen. Restaurant Manager Urs Schär hofft, dass sich die neue Bar zu einem beliebten Treffpunkt – auch nach Feierabend – entwickeln wird.

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