Brugg
Bussen-Mehrertrag trägt zu gutem Rechnungsabschluss 2016 der Stadt bei

Das Nettovermögen der Stadt Brugg ist letztes Jahr um 3,6 Mio. auf 80 Mio. Franken gestiegen. Mit ein Grund dafür ist die konsequente Überwachung des Fahrverbots mit der mobilen Videokamera am Stahlrain.

Claudia Meier
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Seit 2016 wird die Einhaltung des Fahrverbots am Stahlraiin in Brugg erfolgreich mit einer mobilen Videokamera überwacht.

Seit 2016 wird die Einhaltung des Fahrverbots am Stahlraiin in Brugg erfolgreich mit einer mobilen Videokamera überwacht.

Michael Hunziker

«Wir haben einen sehr erfreulichen Rechnungsabschluss 2016», sagte Finanzminister Leo Geissmann, als er die Ergebnisse der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde Brugg am Montagnachmittag den Medien präsentierte. Die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Verlust von 1,7 Mio. Franken aus der betrieblichen Tätigkeit ab, budgetiert war ein Minus von 4,8 Mio. Franken. Als Hauptgründe für diese Verbesserung sowie den Gewinn von 4,6 Mio. Franken beim operativen Ergebnis nannte Geissmann das disziplinierte Ausgabenverhalten sowie höhere Steuer- und Finanzerträge. Grosse Budgetabweichungen gab es laut Stefan Huber, Leiter Finanzen, im Bereich Alimente/Sozialhilfe (-300’000 Franken) wegen höherer Rückerstattungen von der Invalidenversicherung und der Alimentenbevorschussung sowie bei den Planungshonoraren (-200 000 Franken) aufgrund personeller Engpässe bei der Abteilung Planung und Bau. So musste etwa das Projekt Aufwertung Bahnhofplatz-Neumarkt gänzlich sistiert werden, sagte Stefan Huber. Stadtrat Leo Geissmann betonte allerdings, dass man das Projekt so bald wie möglich wieder reaktivieren wolle. Die Schwierigkeit sei, dass man dazu all die verschiedenen Player wie SBB, Kanton sowie die Gemeinde Windisch ins Boot holen müsse.

Fast 1 Mio. Franken Bussen

Erwähnt wurden nicht nur Minderaufwände sondern auch ein stolzer Mehrertrag bei den Polizeibussen von 140’000 Franken. Dieser setzte sich laut Huber aus Ordnungsbussen und Erträgen von der Staatsanwaltschaft zusammen. Budgetiert waren für diesen Posten 850’000 Franken Polizeibussen, mit dem Mehrertrag kam fast eine Million zusammen. Zurückzuführen sei dieses Ergebnis auf die verstärkte Durchsetzung der Fahrverbote mit der Videokamera auf der alten Aarebrücke und am Stahlrain, ergänzte Leo Geissmann.

Grössere Investitionen wurden beim Schwimmbad, für den Doppelkindergarten Bilander, die Projektierung Sanierung Schulhaus Stapfer sowie die Erneuerung der Parkstrasse getätigt.

Auch wenn man mit dem Nettovermögen von 80 Mio. Franken einen neuen Rekord erreicht habe, werde nächstes Jahr ein Finanzierungfehlbetrag resultieren. Schliesslich werde allein die Sanierung Schulhaus Stapfer rund 11 Mio. Franken kosten, so Geissmann.

Vermehrt Waldpflege für Private

Anders als beim Gesamtergebnis der Einwohnergemeinde konnte die Rechnung der Spezialfinanzierungen nicht – wie budgetiert – mit Entnahmen aus der Aufwertungsreserve aufpoliert werden. Aus diesem Grund schloss die Abwasserbeseitigung mit einem operativen Verlust von 15'000 Franken ab. Bei der Abfallbewirtschaftung wurde ein Gewinn von 51’000 Franken erzielt.

Bei der Rechnung 2016 der Ortsbürgergemeinde Brugg resultierte ein Gewinn von 336 Franken, budgetiert war ein Verlust von 5800 Franken. Im Bereich Waldwirtschaft wurde ein Gewinn von 227’893 Franken erreicht, budgetiert war eine Null. Die starke Zunahme an Aufträgen im Dienstleistungsbereich – wie Bauplatzräumungen oder Waldpflege für Private – hatten laut Geissmann zum guten Abschluss geführt.

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