Atomendlager

Bund bewilligt zweite Nagra-Sondierbohrung in Effingen

Das Gebiet Jura Ost rund um den Bözberg ist ein möglicher Standort für ein Atommüll-Tiefenlager. (Symbolbild)

Das Gebiet Jura Ost rund um den Bözberg ist ein möglicher Standort für ein Atommüll-Tiefenlager. (Symbolbild)

Auf der Suche nach einem Atomendlager kann die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) im potentiellen Standortgebiet Jura Ost (Bözberg) eine weitere Sondierbohrung machen. Der Bund erteilte die Bewilligung für die Bohrung in Effingen.

Mit den Sondierbohrungen wolle die Nagra die potenziellen Standortgebiete für geologische Tiefenlager genauer untersuchen, teilte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Dienstag mit.

Mit dem grünen Licht für die zweite Sondierbohrung in Effingen erteilte das Uvek seit August 2018 insgesamt 18 entsprechende Bewilligungen. 14 Bewilligungen sind bereits rechtskräftig. Im Standortgebiet Jura Ost sind das Sondierbohrungen in Zeihen, Effingen und Bözberg. Gegen Bewilligungen in Riniken und Remigen sind noch Beschwerden hängig.

Die Nagra wird gestützt auf die Ergebnisse der Sondierbohrungen gemäss Uvek gegen 2022 bekanntgeben, für welche Standortgebiete sie Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau von geologischen Tiefenlagern ausarbeiten wird. Zur Diskussion stehen Lager für hochradioaktive Abfälle, Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle oder ein Kombilager.

Die Nagra werde voraussichtlich nicht alle 23 beantragten Sondierbohrungen durchführen, hält das Uvek weiter fest. Die Untersuchungsergebnisse bestimmten die jeweils weitere Bohrplanung. Für jedes Gesuch gibt es ein eigenes Bewilligungsverfahren.

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