Bezirk Brugg

Bürger als Freunde: Birr entdeckt Facebook als erste Gemeinde im Bezirk

Birr ist von allen 25 Gemeinden der Bezirk Brugg die einzige mit einer offiziellen Facebook-Seite.ZVG

Birr ist von allen 25 Gemeinden der Bezirk Brugg die einzige mit einer offiziellen Facebook-Seite.ZVG

Ob Facebook, Twitter oder Youtube – jetzt haben erste Gemeinden im Bezirk das Potenzial von Social Media entdeckt. Birr und Birrhard sind auf Facebook aktiv. Andere Gemeinden verzichten bewusst auf Social Media – zumindest vorerst.

Will eine Firma heute von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, kommt sie an einem attraktiven Internetauftritt nicht mehr vorbei. Ob Website, Facebook-Auftritt, Youtube- oder Twitter-Account – Hauptsache, man markiert virtuell Präsenz. Dies gilt jedoch immer mehr nicht nur für Firmen, sondern auch für Gemeinden oder Vereine.

Birr und Birrhard auf Facebook

Schaut man sich die Internetauftritte der verschiedenen Gemeinden der Region an, tun diese sich aber eher schwer mit der Nutzung der Social-Media-Ressourcen. Es ist zwar so, dass alle eine eigene Website aufgeschaltet haben.

Doch von allen 25 Gemeinden des Bezirks Brugg sind nur gerade zwei auf Facebook aktiv: Birr und Birrhard. Dabei wird die Facebook-Seite von Birrhard nicht von der Gemeinde aus administriert, sondern von einem Mitglied der Bevölkerung.

Augenscheinlich sind die Birrharder bei den Usern beliebter als ihre Birrer Nachbarn: Während die Gemeinde Birrhard auf ihrer Seite 99 «Likes» verbuchen kann, kommt Letztere auf eine Neun in der Zahl weniger – nur 9 User haben bisher virtuell ihre Sympathie gegenüber den Birrern zum Ausdruck gebracht.

Die Website von Windisch wird aktuell überholt, sollte aber gemäss Webmaster Marco Wächter im Februar aufgeschaltet werden. Erwähnenswert ist die Jubiläums-Website www.vaelte2014.ch von Veltheim. Sie wurde extra für den Anlass «750 Jahre Veltheim» erstellt und beschreibt alle sechs Jubiläumsanlässe. Die «Vältner» verlinken diese Seite zusätzlich auf Facebook und Twitter. In der Website ist auch eine filmische Kurzpräsentation der Gemeinde eingebettet.

Twitter ist bei den Brugger Verwaltungen kein Thema: Keine einzige Gemeinde betreibt einen offiziellen Zwitscher-Account. Es scheint, als könnten sich die Gemeinden mit der Videoplattform Youtube eher anfreunden. Im Filmporträt von Schinznach-Dorf beispielsweise führt Gemeindeammann Urs Leuthard mit klarer Stimme aus dem Off durch die Kurzpräsentation. Diese ist nach der Fusion auch in die neue Gemeinde-Website von Schinznach eingebunden.

Webauftritt bedeutet Aufwand

Auch Remigen und Mönthal wollen mit der Zeit gehen. Während Remigen einen «virtuellen Rundgang» mit Gemeindeammann Cordula Soland anbietet, wirbt Mönthal mit dem Slogan «Leben, wo es lebenswert ist». Mönthal wagte den Schritt in die Youtube-Gemeinschaft vor einem Monat, das unkommentierte Gemeindeporträt wirkt stimmig und modern.

Die Gemeinde Birrhard bevorzugt andere Plattformen als Facebook und Youtube: «Wir sind uns permanent am Umschauen nach Möglichkeiten, im Internet präsent zu sein. Vom Aufschalten einer Facebook-Seite sehen wir aber ab, denn dies würde für uns einen sehr hohen administrativen Aufwand bedeuten.

Die Seite müsste ja auch instand gehalten werden», erklärt der Gemeindeschreiber von Birrhard, Bruno Willi.

Die fusionierte Gemeinde Bözberg hat zwar keinen Account bei Facebook. Ihre Webseite ist aber vorbildlich, sie kommt frisch und benutzerfreundlich daher. Wäre dann nicht der nächste Schritt, die Plattform Facebook zu nutzen? Nein, meint Erwin Wernli, der Gemeindeschreiber, dies sei aus Zeitgründen momentan nicht realisierbar. Die Gemeindekanzlei weist aber auf die App «city mobile» hin, in der Bözberg als Gemeinde eingetragen sei.

Nicht alle Websites zeitgemäss

Immerhin von der Bezirkshauptstadt Brugg sollte bezüglich Internetpräsenz mehr zu erwarten sein. Momentan ist das aber noch nicht der Fall. Zukünftig sieht es vielleicht anders aus: «Ob wir bei Facebook aktiv werden wollen, wird in einem neuen Kommunikationskonzept geklärt werden. Dabei soll auch unsere Gemeinde-Website überholt werden», sagt Stadtschreiber Yvonne Brescianini.

Obwohl nicht alle Gemeinde-Seiten in gleichem Masse modern und zeitgemäss erscheinen, verwenden praktisch durchs Band alle ähnliche Grundbausteine, anhand von denen man sich relativ gut zurechtfindet. Die Websites von Bözberg, Remigen, Riniken, Habsburg und Schinznach präsentieren sich im Vergleich zu den restlichen als am meisten ansprechend.

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