21 Mal schlugen die 15- bis 19-jährigen Brutalos in nur zwei Monaten im letzten Herbst zu. Das taten sie immer in Zürich, vorzugsweise in den Kreisen 1, 6 und 11.  Die Deliktsumme betrug total rund 20'000 Franken.

Im Spätherbst kam die Polizei der Bande auf die Schliche. Wie, das will René Ruf, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei nicht sagen. Nur soviel: Die Polizei kam einem der Übeltäter auf die Schliche und konnte danach Schritt für Schritt die ganze Truppe festnehmen. 

Mit grosser Brutalität

Die Täter stammen nicht etwa aus Zürich, sondern grossmehrheitlich aus dem Aargau. «Neun der zehn Jugendlichen sind aus dem Aargau», sagt Ruf.

Sie stammen aus dem ganzen Kanton, nämlich aus den Bezirken Zofingen, Brugg, Baden, Lenzburg und Aarau. Das zehnte Bandenmitglied stammt aus dem Kanton St. Gallen.

Die Brutalos kennen sich vom Ausgang her und privat, wie Ruf weiter sagt. Bei den Bandenmitgliedern handelt es sich um vier Tschetschenen, vier Türken und zwei Schweizer.

Die bewaffnete Bande ging unterschiedlicher Zusammensetzung und mit grosser Brutalität auf ihre Opfer los. Parierte ein Opfer nicht sogleich, wurde Gewalt angewendet, so die Stadtpolizei.

14 Verletzte

14 Überfallene erlitten Verletzungen - von Prellungen bis hin zu Schnitt- und Stichverletzungen. Da die Gang auch vor Überfällen auf Gruppen nicht zurückschreckte, beläuft sich die Zahl der Opfer auf insgesamt 38.

Auch bei den Ermittlungen zeigten sich die Gangmitglieder weiter von ihrer gewalttätigen Seite. Der Jugendanwalt der Stadt Zürich, der zehn Jugendlichen vernommen hat, musste sich bei den Einvernahmen von Security-Leuten schützen lassen. Ein Vorgehen, dass nur ganz selten passiert, wie er gegenüber «20 Minuten» erklärt.

Inzwischen sind die Ermittlungsverfahren abgeschlossen. Die Fälle liegen bei den zuständigen Jugendstaatsanwaltschaften und Staatsanwaltschaften. (rsn)