Brugg/Windisch
Die Kritik an neuen Strassen lässt nicht lange auf sich warten

Kaum ist die Südwestumfahrung Brugg eröffnet, meldet sich die Interessengemeinschaft «Oase, aber richtig» zu Wort.

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Am Samstag war der Langsamverkehr auf der neuen Umfahrungsstrasse unterwegs, seit Montag sind es Autos und Lastwagen.

Am Samstag war der Langsamverkehr auf der neuen Umfahrungsstrasse unterwegs, seit Montag sind es Autos und Lastwagen.

Claudia Meier
(2. Oktober 2021)

Die gegenwärtige Verkehrsplanung entspreche weder den Bedürfnissen von vielen Bruggern und Bruggerinnen sowie vielen Windischern und Windischerinnen noch denen der Schweizer Klimapolitik, hält die Interessengemeinschaft «Oase, aber richtig» (IG Oasar) in einer Stellungnahme nach der Eröffnung der neuen Umfahrung fest.

Die Südwestumfahrung, die laut einer kantonseigenen Studie den Verkehr auf der Aarauerstrasse um 7%, auf dem Bahnhofplatz um 10% und in der Unterführung Neumarkt um 9% verringern wird, diene vor allem dem Verkehr aus dem oberen Aaretal, schreibt die IG weiter.

Der als «Zentrumsentlastung Brugg/Windisch» geplante Tunnel unter der Aare bringe Mehrverkehr und zerstöre wertvollen Lebensraum an den Tunnelenden im Auenschutzgebiet und im Reutenenquartier. Laut der IG Oasar ziehen neue Strassen generell mehr Verkehr nach sich, was den CO2-Reduktionszielen der eidgenössischen Klimapolitik entgegenstehe. Sie fordert eine Überarbeitung der Ostaargauer Verkehrsplanung. (az)

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