Brugg-Windisch
Bruggs Stadtammann will sich für den Militärstandort Windisch einsetzen

Bruggs Stadtammann Daniel Moser will sich gegen die Verlagerung des Rekrutierungszentrums von Windisch nach Aarau wehren. Für ihn ist es eine Ergänzung zum Waffenplatz Brugg.

Claudia meier (Texte und Fotos)
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Das Rekrutierungszentrum Windisch: Bruggs Stadtammann Daniel Moser will, dass die Armee es weiterhin nutzt.

Das Rekrutierungszentrum Windisch: Bruggs Stadtammann Daniel Moser will, dass die Armee es weiterhin nutzt.

AZ

Die am Dienstag verkündeten Abbaupläne des Verteidigungsdepartements VBS (az vom 27.11.) sorgen auch einen Tag später noch für grosses Staunen. «Ich war wahnsinnig überrascht, dass das Rekrutierungszentrum Windisch plötzlich ein Thema ist», sagt Daniel Moser, Stadtammann von Brugg.

Investitionen in Waffenplatz Brugg

Dass der Waffenplatz Brugg nicht dem Rotstift des VBS zum Opfer fallen soll, dafür gab es für Daniel Moser seit einiger Zeit Anzeichen. Das Gegenteil ist sogar der Fall: In den Waffenplatz werden gemäss Stadtammann in den kommenden Jahren mehrere Millionen investiert, was nicht nur für die Stadt Brugg, sondern für die ganze Region wichtig sei. «Das Ganze ist ein Geben und Nehmen», so Moser weiter.

«Ich habe das Rekrutierungszentrum immer als Ergänzung zum Waffenplatz Brugg verstanden», sagt Moser zur Situation in Windisch. Er ist überzeugt, dass noch nicht das letzte Wort gesprochen sei.

Als regional denkender Mensch werde er sich dafür einsetzen, das Rekrutierungszentrum in Windisch zu behalten, sagt Daniel Moser mit dem Hut des Vizepräsidenten des Planungsverbands Brugg Regio. In den nächsten Wochen will sich Daniel Moser als Präsident von Brugg Regio für die neue Amtsperiode bewerben.

Stellungspflichtige aus 8 Kantonen

Im Restaurant des Rekrutierungszentrums in Unterwindisch herrscht am Mittwochmittag reges Treiben. Neben den Stellungspflichtigen verköstigen sich auch Handwerker und Bauarbeiter im grossen Speisesaal. Die grossen Portionen machen hungrige Männer glücklich. Wer körperlich arbeitet, putzt die letzten Saucenreste mit dem Brot zusammen.

Zweimal pro Woche traben jeweils 120 Männer aus den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn, Aargau, Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri zur zweitägigen Aushebung an. Übers ganze Jahr gerechnet kommen zudem zirka 30 Frauen zur Rekrutierung nach Windisch, wo sie auch übernachten.

Das Zentrum ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Wer mit dem Privatauto kommt, kann den Parkplatz «Dägerli» benutzen.