Übermorgen Samstag strahlt SRF 1 die Tanz-Show «Darf ich bitten?» live aus der Bodensee-Arena in Kreuzlingen aus. Vier Prominente wagen sich aufs Tanzparkett und treten in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Nach dem harten Urteil der Expertenjury bestimmt das Publikum, wer als Sieger oder Siegerin aus dem Wettbewerb hervorgeht. Um den ersten Platz kämpfen Schwinger Remo Käser, die Sängerinnen Fabienne Louves und Maja Brunner sowie Michael von der Heide. Der erfolgreiche Chansonnier darf wie alle Mitbewerber einen seiner drei Tänze mit einem Mitglied seiner Wahl aus der Familie oder dem Freundeskreis präsentieren. Und da kam für ihn von Anfang an nur Mariella Farré aus Brugg infrage. Die Tanzschulleiterin und zweimalige Eurovision-Song-Contest-Teilnehmerin ist für ihn seit der Kindheit ein Vorbild.

«Ich erinnere mich noch, wie Michi als 13-Jähriger in meinen damaligen Shop für Tanzkleider in der Altstadt von Brugg kam», erzählt Mariella Farré und lacht. Sie hatte 1983 mit der Ballade «Io così non ci sto» die Schweiz am Eurovision Songcontest vertreten und immerhin Platz 15 erreicht. Von der Heide war Fan von ihr und hatte sein Ziel klar vor Augen: Irgendwann würde auch er am grössten Musikwettbewerb Europas teilnehmen. Der Rest ist Geschichte. 2010 vertrat der Sänger die Nation mit «Il pleut de l’or», schied aber wie viele seiner Nachfolger im Halbfinal aus. Doch das tat der Karriere des charismatischen Performers keinen Abbruch.

Sie tanzen zu «Flashdance»

Seit Jahren gehört er zu den beliebtesten Bühnenstars in der Schweiz. «Früher schwärmte er von mir, heute bin ich ein Riesenfan von ihm», sagt Farré. Seit März proben die zwei regelmässig zusammen für den grossen Live-Auftritt und feilen an Haltung, Schritten, Figuren und Ausstrahlung zu ihrem ausgewählten Song «Flashdance».

Farré, die Tanzschulen in Brugg und Wohlen leitet, beherrscht neue Choreografien aus dem Effeff. Schwieriger ist es für von der Heide, der sich in ein bisher unbekanntes Gebiet wagt. «Das Heben und Halten der Tanzpartnerin war für ihn völlig neu. Oft hatte er nach dem Training Muskelkater am ganzen Körper», verrät Farré. Gegenüber Schwinger Remo Käser, der als Lieblingspartnerin eine Olympiaturnerin gewählt hat, scheinen die grazilen Bühnenprofis Farré und von der Heide trotzdem im Vorteil. Doch sämtlichen anderen Paaren wurde ein Coach zur Verfügung gestellt. Und schlussendlich entscheiden auch Engagement, Ausstrahlung und Sympathie über Sieg oder Niederlage. Es ist also alles offen.

Neben den Darbietungen in den Kategorien Paar-, Gruppen- und Wunschpartner-Tanz gibt es in der TV-Show Einspieler aus den schweisstreibenden Proben. Moderiert wird das Happening von Sandra Studer. «Darf ich bitten?» hat in der Presse im Vorfeld für Kritik gesorgt. Viel zu spät springe SRF nach «Let’s Dance» (RTL) und «Dancing Stars» (ORF) auf den Zug der Tanzshows auf, bemängelten die Experten.

Für Mariella Farré zählt jedoch nicht der Medienrummel, sondern nur der ungeheure Einsatz von ihr und ihrem Tanzpartner: «Wir haben hart gearbeitet und bündeln all unsere Kräfte für den TV-Auftritt, der bloss 1,15 Minuten dauert», erzählt sie und zeigt sich siegeswillig. Man darf also gespannt sein.

Die Prominenten-Tanzshow «Darf ich bitten?» wird am 20. Mai, 20.10 Uhr, auf SRF 1 ausgestrahlt.